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EU-Kommission stellt Ermittlungen ein Ruhrgas und Gasprom geben nach

Die Ermittlungen der EU-Kommission gegen Eon Ruhrgas und dessen russischen Partner Gasprom wegen unfairer Geschäftspraktiken wurden eingestellt.

HB BRÜSSEL/ESSEN. Wie die Behörde am Freitag in Brüssel mitteilte, ändern beide Unternehmen entsprechend der Vorbehalte der Kommission ihre Verträge über Gaslieferungen. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, die Änderungen dürften zu mehr Wettbewerb auf dem europäischen Gasmarkt führen. Ruhrgas stufte die Entscheidung als weitgehend bedeutungslos ein. Es habe sich um Altklauseln gehandelt, die niemals zur Anwendung gekommen seien, sagte ein Sprecherin in Essen.

Nach den Angaben kann Eon Ruhrgas nun von Gasprom geliefertes Gas auch außerhalb Deutschlands verkaufen. Gasprom muss im Gegenzug Eon Ruhrgas nicht mehr die Konditionen anbieten, zu denen der russische Konzern andere deutsche Unternehmen der Branche beliefert. Die Sprecherin betonte, dass Ruhrgas schon längst Gas ins Ausland weiterverkaufe. 2004 sei es ein Anteil von 13,7 % gewesen.

Unterdessen bekräftigte Gasprom hat sein Interesse an einem stärkeren Engagement auf dem deutschen Energiemarkt bekräftigt. Gemeinsam mit dem Versorgungsunternehmen RWE (Essen) erwäge man den Bau und Betrieb von Gaskraftwerken in Deutschland, sagte Alexander Medwedjew, stellvertretender Vorstandschef des weltweit größten Gasförderunternehmens, am Freitag in Moskau. „Wir verhandeln derzeit. Es ist aber noch zu früh, über Ergebnisse zu sprechen“, betonte Medwedjew. Ende Mai hatte der Gasprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller die Pläne mit RWE-Chef Harry Roels in Moskau erörtert.

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