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Evotec Biotechfirma gründet eine neue Firma

Nanopartikel sollen bei der Bekämpfung von Autoimmunerkrankungen helfen. Die Biotechfirma Evotec setzt auf diesen Forschungsansatz, gründet ein eigenes Unternehmen und will weiter mit Pharmakonzernen zusammenarbeiten.
Die Biotechfirma Evotec gründet ein eigenes Unternehmen im Bereich Autoimmunerkankungen: Topas Therapeutics. Quelle: Imago
Evotec

Die Biotechfirma Evotec gründet ein eigenes Unternehmen im Bereich Autoimmunerkankungen: Topas Therapeutics.

(Foto: Imago)

Frankfurt Die Biotechfirma Evotec schafft ein eigenes Unternehmen im Bereich Autoimmunerkankungen. Evotec gründet dafür Topas Therapeutics aus, die sich auf die Erforschung von Medikamenten zur Behandlung von immunologischen Behandlungen konzentrieren soll, wie die Hamburger Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

In einer ersten Finanzierungsrunde, an der sich neben Evotec auch die Investoren Epidarex Capital, EMBL Ventures und Gimv beteiligt haben, fließen der neuen Firma 14 Millionen Euro zu. Evotec bleibt Hauptanteilseigner bei Topas mit unter 50 Prozent. Topas hat sich auf eine neuartige Nanopartikeltechnologie spezialisiert, die bei Autoimmun- und Entzündungskrankheiten eingesetzt werden soll. Ein erstes Forschungsprogramm zur Behandlung von Multipler Sklerose soll im kommenden Jahr in die klinische Entwicklung gebracht werden.

Wer die Pharmawelt beherrscht
SIDNEY
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Aufsteiger 1: Valeant (Kanada)

Der kanadische Pharmariese wächst und wächst – hauptsächlich durch Zukäufe. Im Jahr 2013 kaufte Valeant den Kontaktlinsenhersteller Bausch & Lomb aus den USA für 8,7 Milliarden Dollar. Im Bereich Augengesundheit wollen die Kanadier ganz vorne mitmischen. Beim Umsatz hat es der Konzern zumindest schon einmal in die Top 30 der Welt geschafft. Die Pharma-Erlöse stiegen um 62,4 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar.

Quellen: Unternehmen, HB-Schätzungen

(Foto: ap)
BIOGEN IDEC
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Aufsteiger 2: Biogen Idec (USA)

Erst Ende März 2013 wurde das Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera in den USA zugelassen. Doch die Tablette ist eine Goldgrube für das aufstrebende US-Biotech-Unternehmen Biogen Idec. Im Jahr 2013 steigerte es dank Tecfidera den Umsatz um gut ein Viertel auf 6,9 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 20842319 Actavis, Kapseln
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Aufsteiger 3: Actavis (Irland/USA)

Das Unternehmen ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Nachahmerpräparaten. Doch allzu großes Wachstum verspricht dieses Geschäftsfeld nicht unbedingt, da der Preisverfall oft das Mengenwachstum aufzehrt. Actavis wächst daher vor allem mit Übernahmen: In den vergangenen drei Jahren steckte der Konzern mehr als 14 Milliarden Dollar in Zukäufe. Der Konkurrent Forest Laboratories soll nun für 25 Milliarden Dollar ebenfalls geschluckt werden. Im Jahr 2013 legte der Umsatz um 46,7 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar zu.

(Foto: PR)
Merck Darmstadt
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Deutsche Unternehmen: Merck

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern wächst im Jahr 2013 moderat. Der Umsatz legt um 2,6 Prozent auf umgerechnet 7,9 Milliarden Dollar zu (Schätzung). In der Rangliste der größten Pharmaunternehmen der Welt schafft es Merck damit auf Platz 23. Das könnte sich aber ändern, denn das Unternehmen plant einen Zukauf: Die Darmstädter bieten rund zwei Milliarden Dollar für die britische Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials – eine ehemalige Hoechst-Tochter, die unter anderem Komponenten für Apples iPad liefert.

(Foto: dpa)
Boehringer Ingelheim GmbH
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Deutsche Unternehmen: Boehringer Ingelheim

Das Familienunternehmen ist der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern. Im Jahr 2013 hielt Boehringer Ingelheim die Umsätze stabil und landet mit umgerechnet 14,7 Milliarden Dollar (Schätzung) auf Platz 17 der Rangliste. Aktuell ist Boehringer in den USA mit einer Klagewelle konfrontiert. Mehr als 2000 Kläger werfen dem Unternehmen vor, für schwere und zum Teil tödliche Blutungen nach einer Behandlung mit dem Gerinnungshemmer Pradaxa verantwortlich zu sein.

(Foto: dpa)
An employee monitors the high-throughput screening of substances at the Pharma Research Center of Bayer HealthCare in Wuppertal
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Deutsche Unternehmen: Bayer

Bayers Pharma-Umsätze wachsen, die Leverkusener legen zum sieben Prozent zu und rücken in der Rangliste mit umgerechnet 14,9 Milliarden Dollar Umsatz auf Platz 16 vor. Gerade Bayers neue Medikamente wie das Schlaganfallmittel Xarelto laufen prächtig. Die Umsatzziele für die fünf stärksten Medikamente wurden erhöht.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 5144903 Teva Pharmaceutical Industries Ltd, Produktion
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Platz 10: Teva (Israel)

Der weltgrößte Generika-Hersteller kommt aus Israel: Teva. Im Jahr 2013 stagnierte der Umsatz des Konzern allerdings bei gut 20 Milliarden Dollar. Große Hoffnungen ruhen auf dem neuen Chef Erez Vigodman. Teva ist auch in Deutschland aktiv – so gehört seit 2009 die Ulmer Ratiopharm zum Konzern.

(Foto: Pressefoto Teva Pharmaceutical)

Evotec ist auf die Arzneiforschung im frühen Stadium spezialisiert und arbeitet mit zahlreichen großen Pharmaunternehmen zusammen. Die Kooperation mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi sorgte im vergangenen Jahr bei den Hamburgern für einen Umsatzschub.

Evotec setzte 2015 knapp 128 Millionen Euro um, ein Plus von 43 Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) verbesserte sich um 13 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 16,5 Millionen Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein Verlust von fast sieben Millionen Euro anfiel.

Neben einem starken Servicegeschäft und seinen Forschungsallianzen mit der Pharmaindustrie profitierte Evotec auch von Währungseffekten und einer positive Entwicklung im Bereich Antiinfektiva. In diesem Jahr sollen Umsatz und bereinigter Betriebsgewinn weiter deutlich zulegen.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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