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Ex-Chef von Nissan und Renault Automanager Carlos Ghosn erneut in Tokio verhaftet

Die Staatsanwaltschaft in Tokio beschuldigt den Automanager erneut wegen eines mutmaßlichen Finanzvergehens. Ghosn hingegen beteuert seine Unschuld.
Update: 04.04.2019 - 09:32 Uhr Kommentieren
Der frühere Nissan-Chef, der erst vor kurzem auf Kaution frei gelassen wurde, soll wieder hinter Gitter. Quelle: AFP
Carlos Ghosn

Der frühere Nissan-Chef, der erst vor kurzem auf Kaution frei gelassen wurde, soll wieder hinter Gitter.

(Foto: AFP)

Tokio Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat den früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn aufgrund eines mutmaßlichen weiteren Finanzvergehens ein viertes Mal verhaften lassen. Der 65-jährige Automanager stehe unter dem Verdacht, fünf Millionen Dollar über eine Auslandsniederlassung in eine eigene Firma geleitet zu haben, teilte sie nach einer Vernehmung am Donnerstag mit.

Ein Sprecher Ghosns veröffentlichte eine Erklärung, in der der Exmanager der Autoallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi seine Unschuld beteuerte. „Meine Verhaftung an diesem Morgen ist empörend und willkürlich“, erklärte Ghosn. „Sie ist Teil eines weiteren Versuchs einiger Personen, mich zum Schweigen zu bringen, indem sie Staatsanwälte in die Irre führen.“

Die erneute Inhaftierung solle ihn zerbrechen. Er werde sich aber nicht brechen lassen. „Ich bin unschuldig der grundlosen Beschuldigungen und Vorwürfe gegen mich“, erklärte Ghosn. Erst vor knapp einen Monat war Ghosn nach einer mehrmonatigen Untersuchungshaft gegen Kaution freigekommen. Die vorangegangenen Haftbefehle drehten sich um mutmaßliche Finanzvergehen in seiner Leitungsfunktion bei Nissan.

Zuerst war Ghosn im November unter dem Vorwurf in Gewahrsam genommen worden, seine Einkünfte zu niedrig angegeben zu haben. Später kamen Anschuldigungen der Veruntreuung hinzu. Er bestreitet die Taten. Die mutmaßlich abgezweigten Gelder sollen laut den Staatsanwälten in eine Firma geflossen sein, die Ghosn praktisch selbst geführt habe.

Oman wird in deren Erklärung zwar nicht genannt. Doch geht es bei einer Untersuchung von Nissans Allianzpartner Renault um Zahlungen an einen Händlerbetrieb in dem Land auf der Arabischen Halbinsel. Ein Teil des Geldes soll demnach für eine private Nutzung durch Ghosn abgezweigt worden sein.

Ghosn galt als Lichtgestalt der Autobranche. Über 20 Jahre hinweg hatte er den kurz vorm Bankrott stehenden Konzern Nissan zu einem der größten Akteure der Industrie geformt und in eine Allianz mit Renault und dem kleineren japanischen Partner Mitsubishi geführt. Sein Fall hat international großes Aufsehen ausgelöst.

  • ap
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