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Ex-Nissan-Chef Ghosn will abgetrenntes Strafverfahren

Carlos Ghosns Anwalt erklärte, dass es beim Strafverfahren in Tokio eine von seinem ehemaligen Arbeitgeber Nissan unabhängige Anklage geben müsse.
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Der Anwalt sprach stellvertretend für Carlos Ghosn. Quelle: AFP
Junichiro Hironaka

Der Anwalt sprach stellvertretend für Carlos Ghosn.

(Foto: AFP)

TokioDer wegen Untreue angeklagte frühere Automanager Carlos Ghosn will sein Strafverfahren in Tokio von dem gegen seinen früheren Arbeitgeber Nissan abtrennen lassen. „Wenn Ghosn neben Nissan auf der Anklagebank vor Gericht sitzen würde, wäre das sehr speziell und würde sein Recht auf ein faires Verfahren verletzen“, sagte Ghosns neuer Anwalt Junichiro Hironaka am Dienstag.

Auch vom Verfahren gegen Ghosns früheren Vorstandskollegen Greg Kelly müsse der Prozess abgetrennt werden, forderte er. Kelly sei möglicherweise ein wichtiger Zeuge der Verteidigung für Ghosn.

Hironaka sagte auf einer Pressekonferenz, es werde schwierig werden, den Prozess Ende September beginnen zu lassen. Er rechne damit, dass Ghosn ein Jahr oder länger in Japan bleiben müsse. Die Möglichkeit weiterer Anklagepunkte könne er nicht ausschließen. Er werde aber nichts anderes akzeptieren als einen Freispruch für seinen Mandanten.

Ghosn wird finanzielles Fehlverhalten und Untreue in seiner Zeit als Nissan-Chef vorgeworfen. Der 64-Jährige soll seine Einkünfte zu niedrig angegeben haben. Der Manager selbst weist die Vorwürfe zurück. Nissan hatte Ghosn unmittelbar nach seiner Verhaftung als Verwaltungsratschef abgesetzt. Anfang März war er nach über 100 Tagen unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ghosn war die treibende Kraft hinter der Auto-Allianz von Renault, Nissan und Mitsubishi. Seit seinem Sturz wankt das Bündnis.

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  • rtr
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