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Ex-Nissan-Verwaltungsratschef Japan bittet USA um Auslieferung von Ghosns mutmaßlichen Fluchthelfern

Zwei Amerikaner sollen dem früheren Manager zur Flucht aus Japan verholfen haben. Ihre Anwälte sehen für eine Auslieferung keine rechtliche Grundlage.
11.06.2020 - 13:38 Uhr Kommentieren
Der Ex-Nissan-Manager hält sich im Libanon auf, kann das Land aber nicht verlassen. Quelle: Reuters
Carlos Ghosn

Der Ex-Nissan-Manager hält sich im Libanon auf, kann das Land aber nicht verlassen.

(Foto: Reuters)

Tokio Ein japanischer Staatsanwalt hat die USA aufgefordert, mutmaßliche Fluchthelfer des ehemaligen Nissan-Verwaltungsratschefs Carlos Ghosn auszuliefern. Ghosn war im Dezember aus Japan, wo er auf Kaution frei war, in den Libanon geflüchtet. Der leitende Staatsanwalt Takahiro Saito sagte am Donnerstag, in Japan seien Haftbefehle gegen Michael und Peter T. ausgestellt worden, weil sie beschuldigt würden, bei einer kriminellen Flucht geholfen zu haben.

„Ein Richter hat entschieden, dass ein Haftbefehl gegen sie ausgestellt werden sollte“, sagte Saito, und „wir verhandeln mit den US-Behörden.“ Der 59-jährige Michael T., ein ehemaliger Soldat einer US-Spezialeinheit, bietet private Sicherheitsdienstleistungen an. Mit seinem 27-jährigen Sohn Peter war er im Mai in der Stadt Harvard in Massachusetts festgenommen worden.

Ghosn floh, während ein Prozess wegen des Vorwurfs finanzieller Verfehlungen gegen ihn vorbereitet wurde. Staatsanwälte beschuldigen Ghosn, gegen das Gesetz verstoßen zu haben, indem er sich nicht an die Kautionsauflagen gehalten habe, die ihn verpflichteten, in Japan zu bleiben. Anwälte von Michael und Peter T. argumentierten am Montag, dass es in Japan keine Straftat sei, wenn eine auf Kaution freigelassene Person flieht. Daher sei es auch keine Straftat, jemandem zu helfen, gegen Kautionsauflagen zu verstoßen.

Nach Behördenangaben halfen Michael und Peter T. dem ehemaligen Nissan-Verwaltungsratschef, Japan in einem Privatjet zu verlassen. Ghosn hat wiederholt seine Unschuld beteuert.

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