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Expansion in Südostasien Biontech baut mRNA-Produktionsstätte in Singapur

Biontech expandiert in Asien. In Singapur soll der Hauptsitz für das Geschäft in Südostasien sowie eine mRNA-Produktionsstätte entstehen. Der Betrieb soll 2023 starten.
10.05.2021 Update: 10.05.2021 - 12:57 Uhr Kommentieren
Das neue Werk in Singapur soll mehrere Hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können. Quelle: AP
Biontech-Produktionsstätte in Marburg

Das neue Werk in Singapur soll mehrere Hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können.

(Foto: AP)

Frankfurt Das Mainzer Biotechunternehmen baut seine globale Präsenz und Impfstoffkapazität weiter aus. Das Unternehmen will dazu im laufenden Jahr in Singapur einen regionalen Hauptsitz etablieren und dort auch mit dem Bau einer eigenen, vollständig integrierten mRNA-Produktionsstätte beginnen.

Die neue Fertigungsanlage soll 2023 in Betrieb gehen und dann nach Plänen von Biontech regionale und globale Herstellungskapazitäten für die wachsende Pipeline an mRNA-basierten Impfstoffkandidaten des Unternehmens bieten. Außerdem wolle man damit Produktionsmöglichkeiten in Südostasien schaffen, um potenzielle pandemische Gefahren im Bedarfsfall schnell adressieren zu können, teilte Biontech am Montagmorgen mit.

In Kooperation mit dem chinesischen Partner Fosun Pharma plant Biontech offenbar, zudem eine lokale Produktion für seinen Covid-Impfstoff in China aufzubauen. Einem Bericht der chinesischen Zeitung „Global Times“ zufolge haben Fosun und Biontech dazu ein Joint Venture vereinbart, in das beide Unternehmen jeweils hundert Millionen Dollar investieren wollen. Von Biontech wurde dieses Projekt bisher noch nicht kommuniziert.

Das Mainzer Unternehmen hat allerdings bereits im vergangenen Jahr eine Vertriebs- und Entwicklungsallianz mit Fosun für den chinesischen Markt inklusive Hongkong und Taiwan vereinbart. Eine Zulassung für den Covid-Impfstoff von Biontech in China wird für den Sommer erwartet. Die ersten hundert Millionen Dosen für den chinesischen Markt will das Mainzer Unternehmen dabei aus eigener Produktion liefern. Fosun hat dafür bereits größere Lagerkapazitäten geschaffen.

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Standort erkennen

    Die Expansionsschritte in Asien fügen sich in die erklärte Strategie des Mainzer Biotechunternehmens, sich als globales Biopharmaunternehmen zu etablieren. Und unterstreichen zugleich die Ambition des Mainzer Biotechunternehmens, aus eigener Kraft eine globale Impfstoffversorgung aufzubauen.

    Biontech will das Impfstoffangebot weiter ausweiten

    Mit seinem Covid-Impfstoff Comirnaty hat sich Biontech zusammen mit dem US-Partner Pfizer als führender Vakzinentwickler im Bereich Covid-19 etabliert. Von diesem Produkt wollen die beiden Unternehmen im laufenden Jahr bis zu drei Milliarden Dosen produzieren, 2022 sollen es mehr als drei Milliarden Einheiten sein – wozu Biontech selbst vor allem mit seiner Produktionsstätte in Marburg beiträgt.

    Ziel ist es, das Impfstoffangebot in den nächsten Jahren weiter auszuweiten. Durch modifizierte Covid-Vakzine, aber auch durch Impfstoffe gegen andere Infektionskrankheiten. Darüber hinaus arbeitet Biontech an einer ganzen Reihe von potenziellen Krebsmedikamenten auf Basis von mRNA.
    „Verschiedene Knotenpunkte in unserem Produktionsnetzwerk zu haben ist ein wichtiger strategischer Schritt für den Ausbau unserer globalen Präsenz und Herstellungskapazitäten. Die geplante mRNA-Produktionsstätte wird unsere Netzwerkkapazität erweitern. Sie wird uns auch dabei helfen, unsere mRNA-Impfstoffe und -Therapeutika für Menschen auf der ganzen Welt herzustellen und auszuliefern“, sagte Professor Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech.

    Die Produktionsstätte in Singapur wird nach Angaben des Unternehmens von der Wirtschaftsförderungsbehörde Singapore Economic Development Board (EDB) unterstützt und soll mit hochmodernen Herstellungsverfahren und einer digitalen Infrastruktur ausgestattet werden. Das Werk werde planmäßig mehrere Hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können, abhängig vom jeweiligen Impfstoff oder Produktkandidaten.
    Der geplante Standort werde über eine hochautomatisierte und durchgängige („end-to-end“) mRNA-Produktion für die Herstellung des Arzneimittelwirkstoffs, Arzneimittelprodukts und dessen Abfüllung („fill-and-finish“) verfügen.

    Mehr: Was der EU-Megadeal für Biontech, Pfizer und die Konkurrenten bedeutet

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