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Expansion VW plant, Werke südlich der Sahara zu bauen

Der Konzern will sich mehr auf dem afrikanischen Kontinent engagieren. Im Gegenzug beschleunigt die nigerianische Regierung Reformen in der Automobilpolitik.
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Volkswagen: VW baut Präsenz in Afrika aus Quelle: AFP
Ambitionen

Eines der Ziele ist, dass sich Ghana von Importeur von Gebrauchtwagen zum Hersteller von Neufahrzeugen entwickelt.

(Foto: AFP)

Abuja/HamburgVolkswagen will in der Region südlich der Sahara schrittweise eine Fahrzeugproduktion aufbauen. Während der Afrika-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde am Freitag eine Absichtserklärung mit der Regierung von Nigeria unterzeichnet. Mit Ghana war eine solche Vereinbarung schon am Donnerstag geschlossen worden. Erklärtes Ziel sei, in beiden Ländern Montagewerke zu errichten, teilte Volkswagen mit.

Die beiden Abkommen zeigten, dass die Wolfsburger es ernst meinten mit ihrem Engagement in Afrika, erklärte Thomas Schäfer, Leiter der Volkswagen Sub-Sahara-Region. Die Lage auf dem Kontinent stabilisiere sich. „Das ist eine große Chance für uns.“ Die Vereinbarung mit Nigeria sehe vor, die Montage von vorproduzierten Fahrzeugen stufenweise aufzubauen. Das Land solle langfristig zu einer Drehscheibe an der Westküste Afrikas entwickelt werden.

Dazu gehöre der Aufbau einer Ausbildungsakademie gemeinsam mit der deutschen Regierung, in der die ersten Mitarbeiter geschult werden. Bei entsprechender Ertragslage wolle Volkswagen auch ein Fahrzeug- und Service-Netzwerk aufbauen. Im Gegenzug verpflichte sich die nigerianische Regierung, beschlossene Reformen der Automobilpolitik zu beschleunigen.

Car-Sharing in Ghana

Dadurch soll erreicht werden, dass sich Nigeria stufenweise vom reinen Importeur von Gebrauchtwagen zum Hersteller und Vertriebspartner von Neufahrzeugen entwickelt. Die nigerianische Regierung habe zugesagt, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Herstellung von Fahrzeugen in dem Land zu unterstützen. Damit könnte die Senkung von Importzöllen auf Autoteile gemeint sein.

Für Ghana sollten zudem neue Mobilitätslösungen geprüft werden. Dabei gehe es unter anderem um die Einführung von Car-Sharing, Mitfahrdiensten sowie Miet- oder Shuttle-Diensten. Im Gegenzug habe sich Ghanas Regierung verpflichtet, den Automobilsektor zu reformieren und auszubauen. Dazu zähle auch eine bevorzugte Beschaffungspolitik für Fahrzeuge, die vor Ort in Ghana montiert werden.

Volkswagen unterhält bereits seit Mitte der 1950er Jahre ein großes Produktionswerk in Südafrika und montiert Fahrzeuge in Kenia sowie seit kurzem auch in Ruanda. Der afrikanische Automobilmarkt ist derzeit zwar vergleichsweise klein. Experten gehen aber davon aus, dass die Region künftig wachsen wird.

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  • rtr
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