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Explosion bei Schaeffler Missglücktes Experiment löste Explosion aus

Bei einer Explosion in einer Fabrik des Autozulieferers Schaeffler wurden zahlreiche Menschen verletzt, einige von ihnen sogar schwer. Nun haben die Ermittler erste Erkenntnisse zur Unglücksursache.
Update: 16.05.2017 - 18:58 Uhr Kommentieren
Die Explosion in dem Werk der Schaeffler-Tochter hatte sich am Montagvormittag in einer Salzreinigungsanlage ereignet. Quelle: dpa
FAG-Firmengelände in Eltmann

Die Explosion in dem Werk der Schaeffler-Tochter hatte sich am Montagvormittag in einer Salzreinigungsanlage ereignet.

(Foto: dpa)

Eltmann Ein missglücktes Experiment hat die folgenschwere Explosion in einer Fabrik des Autozulieferers Schaeffler in Unterfranken ausgelöst. In einem Versuchsaufbau zur Vorreinigung von Industriesalzen sei es am Montag zu einem technischen Defekt gekommen, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstag mit. Dies habe dann einen chemischen Prozess ausgelöst, der letztendlich die Explosion verursacht habe.

Bei dem Unglück in dem Werk in Eltmann waren am Montag laut Polizei mindestens 13 Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Das Unternehmen sprach sogar von 23 verletzten Mitarbeitern. Zwei Arbeiter erlitten nach Angaben der Polizei sogar derart schwere Verletzungen, dass „unter Umständen Lebensgefahr“ besteht.

Kurz nach der Explosion kam es zudem zu einem kleinen Feuer. Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Die Polizei bekräftigte am Dienstag, dass es bei dem Betriebsunfall zu keinerlei Austritten von Gefahrstoffen gekommen sei und auch keine Gefahr für Anwohner bestanden habe.

Am Dienstagvormittag hatten sich Sachbearbeiter und Gutachter in der Produktionshalle ein Bild von dem Unfall gemacht. Die Höhe des Schadens stand auch am Tag nach der Explosion noch nicht fest.

In dem Werk arbeiten dem Konzern zufolge etwa 480 Menschen im Drei-Schicht-System. Am Dienstag liefen bereits rund 90 Prozent der Produktion wieder. Nur der durch die Explosion beschädigte Bereich war nach wie vor abgesperrt. Am Standort werden Wälzlager hergestellt.

  • dpa
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