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Explosion im Hafen Toyota stoppt Produktion in Tianjin

Die Katastrophe im Hafen von Tianjin bekommt die Stadt auch wirtschaftlich zu spüren. Autobauer Toyota legt drei Fertigungsstraßen bis Mittwoch still. Und auch andere Konzerne stoppen ihre Produktion vorerst.
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In der Hafenstadt Tianjin produzieren Mitsubishi Motors und Toyota für den chinesischen Markt. Die Explosion beschädigte ihre Produktionsstätten. Quelle: Reuters
Katastrophe von Tianjin

In der Hafenstadt Tianjin produzieren Mitsubishi Motors und Toyota für den chinesischen Markt. Die Explosion beschädigte ihre Produktionsstätten.

(Foto: Reuters)

Tokio Nach den verheerenden Explosionen in einem Gefahrgutlager im chinesischen Tianjin hat der japanische Autobauer Toyota seine Produktion dort vorerst gestoppt. Insgesamt drei Fertigungsstraßen seien bis mindestens einschließlich Mittwoch stillgelegt, teilte Toyota am Montag mit. Das Unternehmen begründete den Schritt mit Evakuierungen der Umgebung. Bei vielen Konzernen waren die genauen Auswirkungen der Katastrophe von vergangener Woche noch nicht klar.

In dem betroffenen Industriegebiet der Millionenstadt Tianjin im Osten Chinas befinden sich eine Reihe von Autofabriken, Ölraffinerien und andere Produktionsstätten. Toyota unterhält dort zwei Fertigungsstraßen, in dem das Unternehmen nun vorübergehend die Arbeit ruhen lässt. Auch eine weitere Fertigungsstraße rund 70 Kilometer von Tianjin entfernt sei für mindestens drei Tage stillgelegt worden, da sie auf Teile aus Tianjin angewiesen sei, erklärte Toyota.

Die Angst vor der Giftwolke
Angst vor giftigen Gasen
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Auch drei Tage nach den verheerenden Explosionen im Hafen der nordostchinesischen Millionenstadt Tianjin wütet das Feuer weiter. Aus Furcht vor giftigen Gasen ordneten die Behörden am Samstag die Räumung eines Gebiets in einem Umkreis von drei Kilometern an.

(Foto: ap)
Mindestens 85 Tote
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Staatsmedien und Augenzeugen berichteten von weiteren Explosionen. Die Zahl der Opfer stieg laut Behördenangaben auf 85, mehr als 720 Menschen wurden verletzt.

(Foto: AFP)
Gefährliche Löscharbeiten
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Unter den Opfern seien mindestens 21 Feuerwehrleute. Von mehreren fehle weiter jede Spur.

(Foto: AFP)
Pressekonferenz gestürmt
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Damit ist das Unglück für chinesische Feuerwehrleute das schlimmste in mehr als sechs Jahrzehnten. Wütende Familienangehörige von vermissten Feuerwehrleuten stürmten die Pressekonferenz der Regierung und forderten mehr Informationen.

(Foto: AFP)
Gebiet gesperrt
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Polizei und Militär wurden zu Kontrollpunkten geschickt, die zu dem Unglücksort führen. Sie hielten Einwohner, Journalisten und andere Menschen davon ab, die Unglücksstelle in einem Umkreis von drei Kilometern zu betreten.

(Foto: AFP)
Unbehagen über Regen-Vorhersage
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Medien berichteten, die Reinigung der Gegend von chemischen Stoffen werde vorbereitet. Über der Unglücksstelle flogen Hubschrauber. In der Luft lag ein metallischer chemischer Gestank, über die Regen-Vorhersage gab es Unbehagen, obwohl es warm und windig war.

(Foto: dpa)
Der Papst
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Papst Franziskus betete vor Tausenden auf dem Petersplatz in Rom für die Opfer und Angehörigen.

(Foto: ap)

Zum Zeitpunkt des Unglücks am vergangenen Mittwoch waren Betriebsferien bei Toyota in Tianjin. Die Produktion sollte an diesem Montag wieder anlaufen. Nun sei sie wegen der Evakuierung der Umgebung gestoppt worden, erklärte Toyota. Ob die dadurch entfallene Produktion aufgeholt wird, war unklar. "Alles hängt vom Zustand der Anlagen" und anderen Unwägbarkeiten ab, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Toyota produziert in Tianjin jährlich 440.000 Fahrzeuge, also etwa die Hälfte seiner in China vom Band laufenden Autos. Das Unternehmen beschäftigt in der 15-Millionen-Einwohner-Metropole 12.000 Arbeiter. Viele von ihnen wohnen in der Nähe des Unglücksortes - zum Teil in Wohnungen des Autobauers. 50 Angestellte wurden laut Toyota durch das Unglück verletzt. Bei den Explosionen in dem Gefahrgutlager mit hochgiftigen Chemikalien waren mindestens 114 Menschen getötet und mehr als 700 Menschen verletzt worden.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

(Foto: dpa)
Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

(Foto: Reuters)
Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

(Foto: dpa)
Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

(Foto: dpa)
Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

(Foto: Reuters)
Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

(Foto: ap)
Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.

(Foto: Picture Alliance)

Toyotas Konkurrent Mitsubishi Motors erklärte, etwa 600 Fahrzeuge seien zum Zeitpunkt der Explosionen in dem Industriegebiet abgestellt gewesen. Das Ausmaß der Schäden sei bislang noch nicht klar. Das Unternehmen importiere nun über andere Häfen Fahrzeuge, um die Auswirkungen für die Kunden gering zu halten.

Wie Toyota ließ auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic die Arbeiten in seiner Fabrik in Tianjin vorübergehend ruhen. Am Montag sei dort wegen Sicherheitsüberprüfungen nicht gearbeitet worden, sagte eine Sprecherin. Es gebe "kleine Schäden" wie zerbrochene Fenster. Ob die Arbeiten am Dienstag wieder aufgenommen werden könnten, sei noch nicht entschieden.

  • afp
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