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Exxon-Mobil, Royal Dutch/Shell und Gazprom geben im Streit um Chinas größte Gaspipeline auf Ölmultis werfen in China das Handtuch

Die Energiemultis Exxon-Mobil, Royal Dutch/Shell und die russische Gazprom steigen aus einem der größten Infrastrukturprojekte Chinas aus.

mg PEKING. Nach zähen Verhandlungen wegen andauernder Meinungsverschiedenheiten wollen die Konzerne in der kommenden Woche bekannt geben, dass ihre Verhandlungen mit dem führenden chinesischen Ölkonzern Petro-China über die 24 Mrd. $ teure Gaspipeline von Xinjiang nach Schanghai gescheitert sind. Das sagte gestern in Peking der Chef eines europäischen Energieunternehmens dem Handelsblatt.

Die Verhandlungen basierten auf einem 2002 geschlossenen Rahmenabkommen, in dem Petro-China eine 50 %ige Beteiligung an der Pipeline verlangte, Royal Dutch/Shell, Exxon-Mobil und Gazprom jeweils 15 % und der größte Raffineriebetreiber Chinas, Sinopec, 5 %.

Bei der 4 000 Kilometer langen Energieröhre, die Chinas boomende Ostküste vom Jahr 2007 an jährlich mit 12 Mrd. Kubikmeter Gas versorgen soll, gab es seit mehr als einem Jahr Streit, weil die westlichen Interessenten eine garantierte Verzinsung für ihre Beteiligung an dem Megaprojekt forderten. Petro-China habe sich von Anfang an gegen ausländische Partner gesträubt und wollte das Projekt alleine stemmen, hieß es in chinesischen Industriekreisen.

Die Regierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Zhu Rongji beharrte jedoch auf der Einbeziehung westlicher Konzerne. Denn das Riesenprojekt ist eines der drei größten Infrastrukturvorhaben Chinas und gilt daher als Vorzeigeprojekt für die Öffnungspolitik des Landes. Mehr noch: Exxon-Mobil hat einen exzellenten Draht nach Washington, und mit den USA will China gute Beziehungen pflegen.

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