Fahrdienst Uber forscht in Kanada an selbstfahrenden Autos

Uber gibt seinen selbstfahrenden Autos noch einmal eine Chance. Nun plant der Fahrdienstvermittler eine Investition in Millionenhöhe in Toronto.
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Bei der Entwicklung des Robotertaxis musste das Unternehmen bereits mehrere Rückschläge verkraften. Quelle: AP
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Bei der Entwicklung des Robotertaxis musste das Unternehmen bereits mehrere Rückschläge verkraften.

(Foto: AP)

San FranciscoDer Fahrdienstvermittler Uber plant eine Investition von 150 Millionen Dollar in ein Forschungszentrum für fahrerlose Autos im kanadischen Toronto. Das Zentrum soll Anfang 2019 seine Türen in Kanadas größter Stadt öffnen, gab Uber am Donnerstag bekannt. Es ist für das Unternehmen aus San Francisco das erste Forschungszentrum für selbstfahrende Autos außerhalb der USA.

Zudem soll die Einheit Advanced Technologies Group –die einen Großteil der autonomen Fahrzeugtechnologie des Unternehmens entwickelt – ausgebaut werden. Einschließlich Fahrvermittlung und des Lieferservices Uber Eats soll die Mitarbeiterzahl in den kommenden fünf Jahren auf 500 Mitarbeiter ansteigen.

Nur wenige Monate nach einem schweren Unfall in Arizona, wo ein Roboterauto von Uber trotz einer Sicherheitsfahrerin an Bord einen Menschen getötet hatte, nimmt Uber damit nicht nur die Entwicklung von Roboterautos wieder auf, sondern beschleunigt das Tempo durch eine Expansion im Ausland.

Zusammen mit Toronto wird Uber an drei weiteren Standorten – San Francisco, Pittsburgh und Phoenix – an Technologien wie künstlicher Intelligenz arbeiten, um solche Unfälle wie in Arizona in Zukunft zu vermeiden.

Die Investitionen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für Uber. Uber-Chef Dara Khosrowshahi arbeitet noch immer die toxische Firmenkultur auf, die sein geschasster Vorgänger Travis Kalanick hinterlassen hat. Zudem kämpft Uber in vielen Ländern und Gemeinden gegen Regulierungen an oder ist in Gerichtsverfahren verwickelt. Übergriffe von Fahrern auf Passagiere machen auch immer wieder Schlagzeilen.

Ubers Roboterautos sind seit dem Unfall von den Straßen verschwunden und von der Arbeit in Toronto wird es mit abhängen, ob sie wieder zurückkehren. Khosrowshahi ist Medienberichten zufolge nicht völlig überzeugt, ob die Strategie seines Vorgängers, so schnell wie möglich die Fahrer durch Maschinen zu ersetzen, richtig ist.

Vor allem, weil Uber gegen die Konkurrenz von Google, Intel und Autokonzernen wie Chevrolet oder Audi deutlich zurückgefallen ist. Eine Alternative wäre, abzuwarten und dann fertige Technologie zuzukaufen.

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