Fahrzeugbau Daimler und Ford geben gemeinsame Brennstoffzellen-Entwicklung auf

Das Joint-Venture der beiden Autobauer soll zum Sommer eingestellt werden. Die alternative Antriebstechnologie führt weiterhin ein Nischendasein.
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Daimler-Chef Dieter Zetsche gab Anfang des Jahres bekannt, dass der Konzern seinen Fokus auf batterieelektrische Fahrzeuge verlagern werde. Quelle: dpa
Mercedes-Benz-Werk

Daimler-Chef Dieter Zetsche gab Anfang des Jahres bekannt, dass der Konzern seinen Fokus auf batterieelektrische Fahrzeuge verlagern werde.

(Foto: dpa)

DetroitGemeinsam wollten Daimler und Ford die Entwicklung von Brennstoffzellen vorantreiben. Doch der alternative Antrieb führt auf dem Automarkt weiterhin ein Nischendasein. Nun wird die Kooperation beendet.

Bis zum Sommer werde das Gemeinschaftsunternehmen Automotive Fuel Cell Cooperation mit Sitz in British Columbia in Kanada, heruntergefahren, teilte der US-Autobauer am Mittwoch mit. Daimler-Chef Dieter Zetsche gab erst Anfang des Jahres bekannt, dass der Konzern seinen Fokus auf batterieelektrische Fahrzeuge verlagern werde.

Trotz jahrelanger Forschung und Investitionen von großen Herstellern und Start-ups sind Autos, die mit Brennstoffzellen betrieben werden, eine Ausnahme auf dem globalen Fahrzeugmarkt. Die Technik ganz aufgeben wollen die Hersteller allerdings nicht. Daimler und Ford würden die Entwicklung von Brennstoffzellen innerhalb der eigenen Unternehmen fortsetzen, teilte Ford mit.

Auch andere Autobauer setzen weiter auf die Technik, etwa Honda gemeinsam mit General Motors. Toyota forciert die Massenproduktion von Brennstoffzellenstapeln (Stacks). Und erst Anfang dieser Woche hat Audi mit Ballard Power Systems einen Vertrag verlängert, um weiter an der Entwicklung von Brennstoffzellen zu arbeiten.

Das Joint Venture von Daimler und Ford beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 200 Menschen. Beide Unternehmen wollen laut Ford nach Möglichkeiten suchen, bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Stack-Modulen weiter zusammenzuarbeiten.

  • rtr
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