Familienunternehmen Autozulieferer IFA Rotorion sucht offenbar neuen Eigner

Die Unternehmerfamilie Nathusius soll einen Käufer für das Unternehmen suchen. Der Zulieferer könnte mit 500 Millionen Euro bewertet werden.
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Das Unternehmen soll ein Ebitda von rund 60 Millionen Euro erzielen. Quelle: Franz Bischof
Felix und Heinrich von Nathusius

Das Unternehmen soll ein Ebitda von rund 60 Millionen Euro erzielen.

(Foto: Franz Bischof)

FrankfurtDer Automobilzulieferer IFA Rotorion aus Sachsen-Anhalt steht zum Verkauf. Die Familieneigner hätten die Investmentbank Rothschild damit beauftragt, einen Käufer für den Gelenkwellenhersteller mit einem Jahresumsatz von zuletzt 650 Millionen Euro und weltweit rund 3000 Beschäftigten zu suchen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Experten gehen davon aus, dass IFA Rotorion im laufenden Jahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) von rund 60 Millionen Euro erzielen wird. Auf dieser Grundlage werde das Unternehmens mit rund dem Achtfachen bewertet und somit mit etwa 500 Millionen Euro, hieß es.

Die IFA Gruppe mit Sitz in Haldensleben und Niederlassungen in den USA, China und Polen beliefert Automobilhersteller weltweit. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in der Firma IFA-Gelenkwelle, die 1959 in Ostdeutschland unter staatlicher Regie durch die Fusion mehrerer Maschinenunternehmen entstand. Es wurde 1992 von der Unternehmerfamilie Nathusius gekauft. Im Jahr 2009 kaufte die IFA den Gelenkwellenhersteller Rotorion von Daimler.

Unter deutschen Automobilzulieferern hat es in den vergangen Monaten mehrere Veränderungen im Eigentümerkreis gegeben und einige stehen bevor. Unter anderem hat das chinesische Unternehmen Ningbo Jifeng angekündigt, den deutschen Zulieferer Grammer zu übernehmen. Continental denkt darüber nach, seine Antriebssparte auszugliedern und einen Teil an die Börse zu bringen, und Knorr-Bremse erwägt einen Börsengang.

  • rtr
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