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Fábio Schvartsman Chef von Bergbaukonzern Vale tritt nach Damm-Tragödie in Brasilien zurück

Der Chef des Bergbaukonzerns und vier Manager haben ihre Ämter niedergelegt – vorerst. Schvartsman ist aber weiterhin überzeugt, korrekt gehandelt zu haben.
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Verteidigt weiter sein Vorgehen. Quelle: Reuters
Vale-Chef Fabio Schvartsman

Verteidigt weiter sein Vorgehen.

(Foto: Reuters)

Belo Horizonte Rund fünf Wochen nach dem verheerenden Dammbruch bei einem Bergwerk des Eisenerz-Produzenten Vale in Brasilien sind der Konzernchef und weitere Führungskräfte zurückgetreten. Das Unternehmen sprach am Samstag von einem Abschied bis auf weiteres. Der Verwaltungsrat habe das Rücktrittsgesuch des Vorstandvorsitzenden Fabio Schvartsman sofort akzeptiert. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft dem Unternehmen empfohlen, ihn und andere hochrangige Mitarbeiter zu entlassen.

Der Konzern habe zuvor Empfehlungen der Generalstaatsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Minas Gerais erhalten, die diese personellen Konsequenzen befürwortet hätten. Der Vale-Vorstand wolle transparent und konstruktiv mit den brasilianischen Behörden zusammenarbeiten, hieß es in der Unternehmensmitteilung.

Bei dem Dammbruch an einem Rückhaltebecken im Bundesstaat Minas Gerais wurden im Januar vermutlich mehr als 300 Menschen getötet und große Mengen an giftigem Schlamm freigesetzt. Die Ermittlungen der brasilianischen Justiz sind noch nicht beendet.

Zuletzt mehrten sich die Hinweise, dass der brasilianische Konzern von einem erhöhten Bruchrisiko wusste. Zudem sollen sich Inspektoren unter Druck gesetzt gefühlt haben, das Bauwerk als sicher einzustufen. Der deutsche TÜV Süd hatte den Damm im August 2018 geprüft und Maßnahmen zur Stabilisierung angeregt. Erst vor vier Jahren hatte der Bruch eines von Vale betriebenen Damms eine große Umweltkatastrophe in Brasilien verursacht.

Schvartsman bat den den Verwaltungsrat in einem Brief der von der Zeitung „Folha de S.Paulo“ veröffentlicht wurde, ihn „vorübergehend“ von seinem Posten entlassen zu werden. Zugleich verteidigte er sein Vorgehen. Er sei fest davon überzeugt, dass sein Handeln absolut angemessen und korrekt gewesen und er die Sicherheitsnormen im Unternehmen beachtet habe. Den Konzern führen soll nun einstweilen der Leiter der Sparte Basismetalle, Eduardo Bartolomeo.

  • dpa
  • rtr
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