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FCB-Anteile BMW kann Audi nicht als Anteilseigner beim FC Bayern ausstechen

Der Münchener Autobauer würde gerne beim Rekordmeister einsteigen – als Sponsor und Aktieninhaber. Doch Rivale Audi versteht zu kontern.
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Die Nähe zu den VW-Managern entpuppt sich für den Klub, der sich gerne mit potenten Geldgebern umgibt, zunehmend als Problem. Quelle: imago/Ulmer
FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor Audi-Logos

Die Nähe zu den VW-Managern entpuppt sich für den Klub, der sich gerne mit potenten Geldgebern umgibt, zunehmend als Problem.

(Foto: imago/Ulmer)

StuttgartBMW wollte offenbar den direkten Rivalen Audi als Sponsor und Anteilseigner bei Bayern München ausstechen. „BMW hatte versucht, die Dieselschwäche von Audi auszunutzen, ist mit dem Versuch aber gescheitert“, wie es aus dem Umfeld des erfolgreichsten deutschen Fußballklubs heißt. Dies bestätigt einen Bericht der „Bild am Sonntag“. 

Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, der im Aufsichtsrat der Bayern sitzt, soll sich demnach für BMW eingesetzt haben. Im Zuge des Dieselskandals im Hause Volkswagen war der Deutsche Meister wohl nicht mehr so glücklich mit der VW-Tochter als Fahrzeugpartner.

Der FC Bayern München AG hat aktuell drei Anteilseigner: Adidas, Audi und Allianz halten jeweils 8,33 Prozent der Aktienanteile. Audis inhaftierter Ex-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler gehört wie Ex-VW-Chef Martin Winterkorn dem Aufsichtsrat des FCB an. Winterkorn, gegen den in den USA eine Strafanzeige wegen Betrugs läuft, hatte alle seine Ämter bis auf das Aufsichtsratsmandat bei den Bayern aufgegeben. 

Stadler befindet sich wegen Verdunklungsgefahr im Dieselskandal seit zwei Wochen in Untersuchungshaft. Audi stellt den Bayern-Spielern und den Bossen um Hoeneß und Rummenigge Dienstfahrzeuge zur Verfügung, darunter auch Modelle, die im Zuge des Abgasskandals in Verruf geraten sind. Die Nähe zu den VW-Managern entpuppt sich für den Klub, der sich gerne mit potenten Geldgebern umgibt, zunehmend als Problem.

Audi soll dem Bericht zufolge BMWs Vorstoß mit einer höheren Offerte an den FC Bayern abgewehrt haben. Der neue VW-Konzernchef Herbert Diess soll sich persönlich für seine Konzerntochter eingesetzt haben.  

Es wäre ein weiteres Kapitel in der seit Jahren andauernden Rivalität der Autobauer um die Gunst von Deutschlands mit Abstand erfolgreichstem Sportklub. BMW war es immer ein Dorn im Auge, dass ausgerechnet der Ingolstädter Konkurrent Audi sich direkt vor den Münchener Werkstoren breitmachte. Schon 2009 hätte BMW gerne eine Beteiligung am FCB gehabt, die dann Audi wegen des höheren Angebots erhielt. Uli Hoeneß verwies damals auf die Exklusivität, was Fahrzeugpartner betrifft.

Winterkorn, obwohl gebürtiger Schwabe, war immer ein eingefleischter Fan des FC Bayern und stand in seiner Zeit bei Audi und an der VW-Konzernspitze ab 2007 stets hinter dem starken Engagement im Fußball und vor allem bei Bayern München – trotz des starken persönlichen und unternehmerischen Engagements beim Werksteam VfL Wolfsburg. Mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß verbindet Winterkorn eine langjährige Männerfreundschaft.

Wie hoch der neue Kontrakt dotiert wird, ist bislang offen. Allerdings sollen die Verhandlungen bereits abgeschlossen sein. Beim FC Bayern wollte sich am Wochenende niemand diesbezüglich äußern, auch nicht dazu, wann eine Entscheidung verkündet wird. Auch BMW und Audi hielten sich bedeckt.

Sollte Audi wie erwartet zum Zuge kommen, ist klar, dass auch unter dem neuen Konzernchef Diess Fußball als Marketinginstrument weiter sehr große Bedeutung haben wird. Bei der Nationalmannschaft lösen die Wolfsburger zum Jahreswechsel den Rivalen Daimler ab. Volkswagen ist über verschiedene Sponsorendeals, Partnerverträge und auch Konzerntöchter beim Großteil der Fußball-Bundesligisten beteiligt. BMW hingegen legt seinen Fokus auf Motorsport, Segeln, Tennis und Golf.

 

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