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Ferdinand Piëch sagt im VW-Prozess aus Ein König und zwei lästige Untertanen

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Und es sind tatsächlich Dokumente aufgetaucht, die Fragen nach Piëchs Mitwisserschaft zumindest aufwerfen. Warum steht seine Unterschrift unter einer exorbitant hohen Rentenzusage an Volkert? Was ist mit dem Brief des Ex-VW -Mitarbeiters Holger Sprenger an Piëch, in dem sich schon 2003 Hinweise auf das dubiose Spesenkonto 1860 finden, über das Bordellbesuche und sonstiges abgerechnet wurden? Und der anonyme Zeuge, der von einer Einweihung Piechs wissen will?

Der König liest seine Erwiderung vom Blatt ab. Sein Maßstab - 5 000 bis 7 000 Kostenstellen im Konzern. "Angesichts dessen gab es keinerlei Anlass, sich jemals mit dem Konto 1860 zu beschäftigen", sagt Piëch. Und Volkerts Geliebte? Es gab Gerüchte. "Aber Gerüchten über Privates gehe ich nicht nach." Und die Sonderboni an Volkert? "Keinerlei Kenntnis."

Es stimme es zwar, dass Volkert ihn einmal um mehr Geld angegangen sei, fügt Piëch an. Er habe dem auch zugestimmt, dass Volkert "wie ein Topmanager" bezahlt werden sollte. Aber alles weitere habe der mittlerweile verurteilte Ex-Personalvorstand Peter Hartz erledigt. Delegieren, lautet das Stichwort, auf das der König sich zurückzieht - ungeachtet dessen, dass er im Konzern den Ruf eines Kontrollfreaks hat.

"Delegieren", betont Piëch, dass erkläre auch seine Unterschrift neben der von Hartz unter der Rentenerhöhung für Volkert: "Ich habe in den 10 Jahren als Vorstand tausende Briefe unterschrieben." Und viele davon ohne nähere Prüfung, "wenn ich zum zuständigen Mann Vertrauen hatte." Den Brief von Ex-Mitarbeiter Sprenger habe er im übrigen nie erhalten. Er trage ja auch keinen Stempel seines Büros.

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