Firmenstruktur Bayer hält an Agrochemie fest

Die Kunststoffsparte geht, die Agrochemie-Sparte bleibt: Im Handelsblatt-Interview spricht Bayer-Chef Dekkers eine fünfjährige Garantie für den Unternehmensteil aus. Auch für die Zukunft ist er optimistisch.
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Bayer-Chef Marijn Dekkers hat gut Lachen: Er rechnet mit einer positiven Entwicklung seines Unternehmens. Quelle: Reuters

Bayer-Chef Marijn Dekkers hat gut Lachen: Er rechnet mit einer positiven Entwicklung seines Unternehmens.

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LeverkusenNach dem geplanten Börsengang der Kunststoff-Sparte wird der Bayer-Konzern seine Struktur für die nächsten Jahre gefunden haben. Firmenchef Marijn Dekkers sagte im Gespräch mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe), eine mittelfristige Trennung auch von der Tochter Bayer Crop Science stehe nicht zur Debatte. Die Agrochemie-Sparte werde auch in fünf Jahren auf jeden Fall noch zu Bayer gehören.

Für den Leverkusener Konzern prophezeit Dekkers einen weiteren Aufschwung. Mit den neu eingeführten Pharmaprodukten, so der Bayer-Chef, „haben wir erst einmal zehn schöne Jahre vor uns“. Bayer werde die Einnahmen nutzen, um weiter stark in die Forschung zu investieren und die Produkt-Pipeline auszubauen.

So verdient Bayer sein Geld
Hauptversammlung Bayer
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Bayer HealthCare - Umsatz: 18,92 Milliarden Euro

Die Arzneimittelsparte ist immer noch der größte Umsatzbringer für den Konzern, 56.000 Mitarbeiter sind in dieser Sparte angestellt. Weltweit ist Bayer bekannt für die Schmerztablette Aspirin. Doch auch Tiermedizin (Animal Health), verschreibungspflichtige Arzneimittel (Pharmaceuticals) und medizinisches Gerät wie Blutzuckermessgeräte (Medical Care) werden diesem Unternehmensbereich zugerechnet.

Bayer Bilanz
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Allein 11,1 Milliarden Euro verdient Bayer dabei mit verschreibungspflichtigen Mitteln, Umsatztreiber sind unter anderem das Krebsmittel Nexavar und Betaferon, das bei Multipler Sklerose eingesetzt wird. Die Entwicklung neuer Mittel lässt sich der Konzern einiges kosten. Im Jahr 2013 wurden rund zwei Milliarden Euro in die Forschung investiert.

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Bayer MaterialScience - Umsatz: 11,24 Milliarden Euro

Die Kunststoffsparte des Konzerns macht zwar einen hohen Umsatz, der Gewinn fiel im Jahr 2013 mit 429 Millionen Euro allerdings schmal aus. Darum will sich der Konzern nun langsam aus diesem Geschäft verabschieden. Unterteilt wird die Sparte in die Geschäftsbereiche Polyurethanes, Polycarbonates und Spezialkunststoffe.

Bayer AG
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Hauptsitz von Bayer MaterialScience ist Leverkusen. Allerdings ist die Mitarbeiterzahl der Sparte schon im Jahr 2013 leicht auf 14.300 Mitarbeiter geschrumpft.

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Bayer CropScience - Umsatz: 8,82 Milliarden Euro

Dafür wächst die Agrarsparte von Bayer derzeit rasant und kann allein 2013 einen Gewinn von 2,25 Milliarden Euro ausweisen. Unterteilt wird dieser Geschäftsbereich in Pflanzenschutz, Samen und Umweltwissenschaft.

Hauptversammlung Bayer - Proteste
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Immer wieder gerät der Konzern wegen seiner Forschungen allerdings auch in die Kritik. Tierschützer verlangen von Bayer, in der Forschung künftig auf Tierversuche zu verzichten.

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Bayer Technology Services

Neben den drei großen Sparten des Konzerns betreibt Bayer auch eine eigene Technikabteilung, um technologische Lösungen für Anlagen und Produkte zu erarbeiten. 2.350 Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich.

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