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Flensburger Schiffbau-Gesellschaft Finanzinvestor Windhorst rettet Flensburger Werft

Lars Windhorst erwirbt die Mehrheit an der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Damit hilft er der angeschlagenen Werft aus finanziellen Schwierigkeiten.
Update: 12.02.2019 - 13:03 Uhr Kommentieren
FSG: Finanzinvestor Lars Windhorst rettet Flensburger Werft Quelle: Getty Images
Lars Windhorst

Lars Windhorst. Der Unternehmer ist neuer Investor bei der FSG.

(Foto: Getty Images)

New York Rettungsaktion für die angeschlagene Werft: Die Zukunft der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) galt wegen finanzieller Schwierigkeiten lange als ungewiss. Am Montag hat dann Finanzinvestor Lars Windhorst quasi die Rettungsleine ausgeworfen und die Mehrheit an FSG übernommen.

Windhorsts Holding Sapinda habe am Montag 76 Prozent der Anteile an der Werft übernommen, teilte der bisherige Eigentümer, das norwegische Unternehmen Siem, mit. Zudem will er den Angaben zufolge 33 Millionen Euro frisches Eigenkapital in die Werft stecken.

Darüber hinaus hat Siem der FSG zehn Millionen Euro Außenstände erlassen, die in neue Anteile umgewandelt wurden. Siem will eigenen Angaben zufolge aktiver Anteilseigner bleiben, der eine Mehrheit im Beirat der FSG habe. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ über den Deal berichtet.

Noch im Januar hatte die FSG Schwierigkeiten gehabt, den Werftmitarbeitern, darunter 650 Festangestellte, ihre Gehälter auszuzahlen. Der Mutterkonzern Siem Industries musste letztendlich einspringen. Ein Grund für den Engpass waren Verzögerungen bei einem Neubau, die zu erheblichen Verlusten für die Werft geführt hatten. Im Januar wurde Geschäftsführer Rüdiger Fuchs abberufen. Sein Nachfolger ist Alexander Gregg-Smith.

Lars Windhorst hatte schon als 16-Jähriger ein Unternehmen für Computerzubehör gegründet. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl lobte ihn als „Wunderkind“ und nahm ihn ins Ausland mit. Später legte Windhorst mehrere Insolvenzen hin, kam aber immer wieder auf die Beine.

Seine Sapinda Holding wurde nach Firmenangaben 2009 mit dem Ziel gegründet, Kapital in speziell ausgesuchte Projekte in Europa, Afrika und Asien erfolgreich zu investieren. Ende Februar hatte Sapinda die Luxus-Modemarke La Perla übernommen. Die FSG-Übernahme bestätigte ein Sapinda-Sprecher und verwies für Details an die Mitteilung von Siem.

Die Auftragsbücher der FSG sind bis 2021 gefüllt. Insgesamt gibt es Aufträge für sieben Schiffe mit einem Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro.
Mit Agenturmaterial

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