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Flugzeugabsturz Voestalpine-Chef Wolfgang Eder rechnet mit nur geringen Auswirkungen nach Boeing-Desaster

Obwohl der Stahlkonzern rund 30 Prozent seines Umsatzes im Luftfahrtbereich mit dem US-Flugzeugproduzenten macht, glaubt Voestalpine glimpflich davonzukommen.
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Trotz des Flugzeugdesasters am vergangenen Sonntag glaubt Eder nicht an einen Einbruch des Zuliefergeschäfts. Quelle: Reuters
Wolfgang Eder

Trotz des Flugzeugdesasters am vergangenen Sonntag glaubt Eder nicht an einen Einbruch des Zuliefergeschäfts.

(Foto: Reuters)

WienDer Stahlkonzern und Boeing-Lieferant Voestalpine glaubt nicht, dass sich der Absturz der Boeing 737 Max 8 auf sein Geschäft abfärbt. „Wir erwarten keine dramatischen Auswirkungen durch die Boeing-Unfall“, sagte Vorstandschef Wolfgang Eder in Wien.

Österreichs größter Technologiekonzern stellt Teile des umstrittenen Flugzeugtyps Boeing 737 her. Trotz des Flugzeugdesasters am vergangenen Sonntag glaubt Eder nicht an einen Einbruch des Zuliefergeschäfts. „Die Belastungen, die aus dem US-Geschäft kommen, werden sich im Geschäftsjahr zwischen zehn bis 15 Millionen Euro bewegen“, schätzt der CEO.

Boeing ist der nach Airbus der größte Kunde der Voestalpine im Luftfahrtbereich. Laut Eder machen die Österreicher mit dem amerikanischen Flugzeughersteller rund 30 Prozent ihres Umsatzes im gesamten Luftfahrtbereich. Ein Konzernsprecher betont, dass Voestalpine zwar Teile für Boeings 737 Max herstellt, allerdings in weit geringerem Maße als für andere Flugzeugtypen der US-Herstellers. Die Voestalpine lässt daher trotz des Flugzeugunglücks, das die Aktie von Boeing in den Keller geschickt hat, das Umsatzziel von einer halben Milliarden Euro in der Luftfahrtsparte unverändert.

Der Stahlriese stellt insbesondere Hochleistungswerkstoffe und höchstbelastbare Schmiedeteile für Boeing, Airbus, Embraer und Bombardier her. Von Boeing erhielt der Linzer Konzern zuletzt den Auftrag Bauteile für die Aufhängung des weltweit größten Triebwerkes mit einem Durchmesser von 3,35 Meter anzufertigen. Außerdem produziert Voestalpine das Fahrwerk und den Rumpf der Boeing 777x.

Doch die Nachfrage der Kunden für dieses Flugzeug war bereits vor dem Flugzeugunglück nicht gerade großartig. Nur 326 Aufträge für die 777-X hat Boeing im Februar verzeichnet. Die bereits vor fünf Jahren vorgestellte Boeing 777x ist mit einer Spannweite von 72 Metern das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug der Welt.

Der erneute Absturz einer Boeing-Maschine fällt für Voestalpine in eine Zeit, in der der Stahlkonzern seine Aktionäre mit zwei Gewinnwarnungen innerhalb weniger Monate schockierte. Die Aktie erlebte dadurch eine Talfahrt. Im Februar und Marz kaufte Eder und weitere Vorstände aufgrund des niedrigen Aktienkurses privat Papiere der Voestalpine. Den zuletzt gebeutelten Aktionären versprach Eder im Gespräch mit dem Handelsblatt baldige Besserung. Voestalpine war im vergangenen Jahr der schlechteste Wert im österreichischen Leitindex ATX.

Seit Dienstagabend dürfen Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 und Max 9 nicht mehr im europäischen Luftraum fliegen. Zuvor setzten bereits Singapur, Australien, Neuseeland und China die Flugaktivitäten der Boeing 737 Max 8 aus. Auch der weltgrößte Reisekonzern Tui verzichtet auf alle Verbindungen.

Eine Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines war am Sonntag sechs Minuten nach dem Start abgestürzt. Alle 157 Passagiere kamen ums Leben. Die Ermittlungen zur Ursache der Flugzeugkatastrophe laufen auf Hochtouren. Die US-Luftfahrtbehörde FAA beteuert die Flugtauglichkeit des umstrittenen Modells.

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