Er ist entschlossen, die eigene Ingenieurskunst zur Hochleistung zu treiben – doch am Ziel eines autarken Luftfahrtsektors wird der russische Präsident Wladimir Putin sich die Zähne ausbeißen.
Düsseldorf Es wirkt wie eine Trotzreaktion. Weil die Franzosen in der Ukraine-Krise vorerst den Hubschrauberträger Mistral nicht ausliefern, will die russische Regierung nun demonstrativ auf eigene Herstellung setzen. Sie ließ verlauten, man werde die nationale Produktion im Luftfahrt- und Rüstungsbereich deutlich ausweiten. Selbstverständlich müssten mehr Maschinen und auch Flugzeugteile in Russland gefertigt werden, sagte Ministerpräsident Dimitri Medwedew Anfang September.
Er gab das klare Ziel aus, die Produktion des Regionalflugzeugs Sukhoi Superjet ab 2015 von bisher 25 auf 50 Flieger zu verdoppeln – allerdings ohne einen genauen Zeithorizont zu benennen. Außerdem kündigte Medwedew an, Russland werde sich neue Kooperationspartner im Flugzeugbau suchen, wenn der Westen kein verlässlicher Partner mehr sein wolle. Zur neuen Autonomie soll auch ein nationaler Investitionsplan des russischen Handelsministeriums beitragen, der bis 2025 eine Produktion von 180 zivilen Flugzeugen pro Jahr vorsieht – eine Steigerung um den Faktor vier gegenüber der aktuellen Leistung.
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