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Flugzeugbauer Airbus nennt Berichte über Stellenabbau „überzogen”

Medien hatten über den Abbau von rund 3600 Arbeitsplätzen bei Airbus berichtet. Am Mittwoch gibt es ein Treffen mit dem Betriebsrat.
Update: 05.03.2018 - 13:01 Uhr Kommentieren
Airbus bezeichnet Berichte über Stellenabbau als „überzogen” Quelle: dpa
Airbus Produktion

Bei dem Flugzeugbauer steht möglicherweise ein Stellenabbau bevor.

(Foto: dpa)

München Der Stellenabbau bei Airbus könnte deutlich kleiner ausfallen als befürchtet. Airbus bezeichnete Berichte über die Streichung über einen geplanten Abbau von rund 3600 Arbeitsplätzen für „überzogen”. Über die Folgen der Produktionskürzungen beim Großraumflugzeug A380 und dem Militärtransporter A400M für die Mitarbeiter wolle man aber wie üblich erst mit den Belegschaftsvertretern sprechen, teilte der europäische Flugzeugbauer mit.

Ein Treffen mit dem Europäischen Betriebsrat ist für Mittwoch angesetzt. Erst danach wolle Airbus seine Überlegungen und Pläne dazu bekanntgeben.

Die Bundesregierung appellierte an Airbus, bei einem Abbau behutsam vorzugehen: „Wichtig ist, dass das Unternehmen verantwortungsvolle Entscheidungen trifft und verantwortungsvoll mit den Standorten umgeht“, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums.

Der Airbus-Frachter der Superlative
Der Beluga XL
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Die fertige Hülle des Beluga XL verließ diesen Monat den Montage-Hangar in Toulouse, Frankreich. Der neue Super-Transporter von Airbus ist nach Angaben des Flugzeugbauers eines der größten existierenden Flugzeuge überhaupt. Zur Einschätzung der Dimensionen: Der Transporter wäre in der Lage, in seinem Frachtraum gleichzeitig zwei Jets vom Typ A350 XWB zu transportieren.

(Foto: Airbus)
Flugzeug für den Flugzeug-Transport
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Airbus plant eine ganze Flotte von Beluga XL in Dienst zu stellen. Die Transportflugzeuge sollen genutzt werden, um komplette Flugzeugteile von verschiedenen Airbus-Standorten in Europa zu den finalen Fertigungsstrecken in Frankreich, Deutschland und Spanien zu transportieren. Seine ersten Testflüge soll dieser Beluga XL nach Installation der Jet-Turbinen bereits 2018 absolvieren.

(Foto: Airbus)
Ein A330 als Basis
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Basis für den Beluga XL ist ein anderes Airbus-Großraumflugzeug: Der A330-200. „Wir haben den A330 als Ausgangsmodell“, erklärt dazu Bertrand George, Kopf des Beluga-XL-Programms in einer Pressemitteilung. „Aber wir haben erfolgreich eine Menge Änderungen entwickelt, in das Flugzeug implementiert und getestet. Ein bereits existierendes Produkt in einen Super-Transporter umzubauen ist keine einfache Aufgabe.“

(Foto: Airbus)
Labortests stehen an
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Erst muss der Beluga XL aber noch auf den Prüfstand. Die Systemtests finden im Flugsimulator und im Labor statt – neben Toulouse wird auch in Hamburg getestet. Unterdessen steht im Hangar in Toulouse bereits das zweite, noch im Bau befindliche Modell des Beluga XL.

(Foto: Airbus)
Der Nächste, bitte!
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Denn während der erste Beluga XL nun in die Testphase überwechselt, hat bereits der Umbau eines zweiten A330 Jets begonnen. Fünf der Transporter will Airbus in den Dienst stellen und damit seine gestiegenen Kapazitätsanforderungen abdecken.

(Foto: Airbus)
Höher, breiter, tragfähiger
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Die Pläne für das Beluga-XL-Programm stammen aus dem Jahr 2014. Das Flugzeug ist sechs Meter länger, einen Meter breiter und besitzt eine um sechs Tonnen höhere Nutztraglast als das Vorgängermodell Beluga ST, dass der XL ersetzen soll.

Airbus Beluga
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Der Airbus A300-600ST hat eine außergewöhnliche Silhouette, die an einen Wal erinnert. So erklärt sich der Spitzname des Supertransporters: „Beluga“.

(Foto: dpa)

Das französische Wirtschaftsmagazin „Challenges“ berichtet, dass Airbus 3600 Stellen kürzen oder verlegen wolle. Davon seien in Deutschland vor allem Bremen und Augsburg, das spanische Werk in Sevilla und Filton in Großbritannien betroffen. Frankreich bleibe dagegen weitgehend verschont.

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bezeichnete die Zahl als theoretisches „Worst-Case-Szenario“, nicht als Ziel von Airbus. „Das Unternehmen hat in der Vergangenheit in vergleichbaren Situationen immer wieder seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt, bestmögliche Lösungen für seine Mitarbeiter zu finden“, versuchte Airbus die Belegschaft zu beruhigen.

Der mit großen Erwartungen gestartete Airbus A380 stößt auf geringe Nachfrage, weshalb die Produktion von zwölf zunächst auf acht Maschinen pro Jahr gedrosselt werden soll.

Für den Airbus A400M hat sich der Konzern jüngst mit den Regierungen der sieben Abnehmerstaaten auf einen neuen Auslieferungsplan geeinigt. Die letzte Maschine soll danach erst 2026 ausgeliefert werden, mehrere Jahre später als geplant.

  • rtr
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