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Flugzeugbauer Airbus stellt Auslieferungsziel in Frage – die Blitzanalyse

Update: 31.10.2018 - 09:08 Uhr Kommentieren
Rolls-Royce kommt mit der Lieferung der Antriebe für den modernisierten Langstreckenjet nicht hinterher. Quelle: Reuters
Produktion des A320 in Hamburg

Rolls-Royce kommt mit der Lieferung der Antriebe für den modernisierten Langstreckenjet nicht hinterher.

(Foto: Reuters)

ParisMit gehöriger Verzögerung wegen Serverproblemen hat Airbus am Mittwoch in abgespeckter Form seine Ergebnisse für die ersten neun Monate vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Das Ergebnis (Ebit) steigt auf 2,58 Milliarden Euro, bei einem Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Ergebnisanstieg um gut 70 Prozent. Airbus führt das vor allem „auf die gute Performance der A350“ zurück, des Großraum-Jets und modernsten Airbus-Fliegers.
  • Aufgrund verschiedener finanzieller Belastungen, vor allem durch den Währungskurs, steigt der Gewinn pro Aktie nur geringfügig auf 1,88 Euro (2017: 1,81 Euro)
  • Die Auftragseingänge waren schwach: netto gab es 256 Neubestellungen, im Vorjahr waren es 271. Doch angesichts des Bestandes von 7300 Stück ist das ein vergleichsweise geringes Problem.
  • Mit Spannung erwartet wurden die Aussagen zum eigenen Ziel, in diesem Jahr 800 Flugzeuge auszuliefern. Das hat Airbus nun erstmals in Frage gestellt. Zwar hält der europäische Konzern nominell daran fest, doch schließt er erstmals die von Bombardier gekaufte C-Series, heute A220 genannt, mit ein. Bislang war das nicht der Fall.
  • „Obwohl wir mehr Flugzeuge ausgeliefert haben als im Vorjahr, haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns, um unsere Verpflichtungen einzuhalten“, sagte CEO Tom Enders.

Das fällt positiv auf:

Airbus bleibt bei einem erwarteten Ergebnis für das gesamte Jahr von rund fünf Milliarden Euro. Das war erstmals bei der Bilanz-Pressekonferenz zu Anfang des Jahres kommuniziert worden und hatte eine Kursrally ausgelöst.

Das fällt negativ auf:

Die Lieferprobleme bei der A320 neo sind noch nicht völlig überwunden. Erstmals lässt Airbus durchblicken, dass – ohne die neu eingegliederte C-Series – wohl keine 800 Maschinen an die Kunden gehen werden.

Ausdrücklich sagt das Unternehmen, dass die Erreichung der Ziele beim Hochfahren der Produktion des wichtigsten Gewinnträgers „wegen Unterbrechungen bei der Verfügbarkeit von Motoren und interner industrieller Probleme in diesem Jahr eine größere Anspannung“ darstelle.

Schwierigkeiten gebe es auch beim Langstreckenflieger A330 neo. In den ersten neun Monaten hat Airbus insgesamt 222 A320 neo an die Kunden übergeben können, ein Jahr zuvor waren es lediglich 90.

Noch immer macht der Militärtransporter A 400 M Schwierigkeiten. Mit erheblichen Rückstellungen in der Vergangenheit und einer neuen Vereinbarung mit den Abnehmern wollte Airbus eigentlich alle Negativeffekte auffangen.

Doch am Mittwoch sagte Enders, „die Verhandlungen über die Anpassung der Verträge kommen voran, aber etwas langsamer als erwartet“. Ergänzend sagte Airbus, es bleiben Risiken bei der A 400 M, „vor allem bei der Entwicklung der technischen Fähigkeiten, der pünktlichen Lieferung, der Zuverlässigkeit im Betrieb, speziell bei en Motoren und der angestrebten Kostensenkung.“

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