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Flugzeugbauer Airbus stimmt Zulieferer auf deutlich höhere Produktion ein

Der Konzern rechnet damit, dass der Flugzeugmarkt bis 2025 wieder zum Vorkrisenniveau zurückkehrt. Zulieferer sollten sich auf erhöhte Produktion einstellen.
27.05.2021 Update: 27.05.2021 - 11:01 Uhr Kommentieren
Airbus hatte die Flugzeugproduktion in der Coronakrise deutlich zurückgefahren. Quelle: dpa
A320-Produktion in Hamburg

Airbus hatte die Flugzeugproduktion in der Coronakrise deutlich zurückgefahren.

(Foto: dpa)

Toulouse Airbus will die Coronakrise schnell hinter sich lassen und in zwei Jahren mehr Kurzstrecken-Maschinen bauen als vor dem Ausbruch der Pandemie. Der europäische Flugzeugbauer wies seine Zulieferer an, sich bis zum Frühjahr 2023 auf die Produktion von 64 Maschinen aus der A320-Familie pro Monat einzustellen.

Vor gut einem Jahr hatte der Konzern angesichts des Nachfrageeinbruchs die Produktion von 60 auf 40 gedrosselt, statt sie wie geplant nach und nach auf 63 hochzufahren. „Die Luftfahrtbranche beginnt sich von der Covid-19-Krise zu erholen“, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Donnerstag in Toulouse. Vor allem in China und den USA zieht der Inlands-Reiseverkehr wieder an. Bis zum Herbst 2021 will Airbus die Produktion wie geplant auf 45 A320-Maschinen schrauben.

Bis Anfang 2024 sieht Airbus die Chance, pro Monat 70 A320 und A321 auszuliefern. Die Zulieferer sollten sich auf dieses Szenario einstellen, forderte Faury. „Längerfristig“, also bis 2025, seien bis zu 75 Maschinen im Monat drin – fast doppelt so viele wie zurzeit. Reuters hatte bereits berichtet, dass Airbus bei seinen wichtigen Zulieferern vorgefühlt hatte, wie schnell sie die Produktion von Triebwerken und anderen Teilen hochfahren könnten. Die Lieferanten hatten von drei bis 18 Monaten gesprochen.

Die ehrgeizigen Pläne ließen Airbus-Aktien in Paris um bis zu 6,8 Prozent steigen. Die Analysten von Berenberg schrieben am Donnerstag von „knackigen Produktionsplänen“. Auch die Papiere von Zulieferern zogen an: MTU Aero Engines legten 2,5 Prozent zu, Rolls-Royce um 3,8 Prozent. Die Münchner MTU baut zusammen mit Pratt & Whitney die treibstoffsparenden Triebwerke der neuen Generation für den Airbus A320 und A321.

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    Airbus spielen dabei auch die anhaltenden Probleme des US-Erzrivalen Boeing mit dem Konkurrenzmodell 737 Max in die Hände. Der Flugzeugtyp hatten nach zwei tödlichen Abstürzen mehr als ein Jahr Flugverbot und kämpft unter den Argusaugen der US-Luftfahrtbehörde weiter mit Qualitätsproblemen.

    Airbus ist gerade dabei, die Produktion so tiefgreifend umzubauen wie lange nicht mehr. Die vor mehr als einem Jahrzehnt ausgegliederte Rumpf-Montage soll wieder enger an den Konzern angebunden werden. Betriebsräte und die Gewerkschaft IG Metall zweifeln aber an den damit verbundenen Zusagen.

    Für den Verkaufsschlager A321neo soll eine dritte Endmontage-Linie neben Hamburg und Mobile (USA) in Toulouse aufgebaut werden. „All diese Maßnahmen haben wir auf den Weg gebracht, um uns auf die Zukunft vorzubereiten“, sagte Faury.

    Auf der Langstrecke dauert es länger

    Bei Langstrecken-Flugzeugen dürfte der Aufschwung dagegen noch auf sich warten lassen. Vom A350 baut Airbus derzeit fünf pro Monat, bis Herbst 2022 soll es einer mehr werden. Bei der A330-Familie bleibt es bei zwei Maschinen pro Monat.

    Von der kleinsten Baureihe A220, die der Konzern von Bombardier übernommen hatte, werden zurzeit fünf Flugzeuge im Monat gebaut. Anfang 2022 soll die Produktion auf sechs gesteigert werden. Bis 2025 hofft Airbus auf eine monatliche Rate von 14.

    Mehr: Airbus-Belegschaft stellt sich auf jahrelangen Konflikt ein

    • rtr
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