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Flugzeugbauer Boeing korrigiert Gewinnprognose nach oben

Der Flugzeugbauer überrascht mit einem fulminanten Jahresauftakt. Die Zahlen übertreffen alle Erwartungen, die Aktie schnellt in die Höhe.
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Der Flugzeugbauer freut sich über ausgezeichnete Zahlen. Die hohe Nachfrage nach Passagierjets übertrumpfte die Gewinnprognose für 2018. Quelle: AFP
Boeing

Der Flugzeugbauer freut sich über ausgezeichnete Zahlen. Die hohe Nachfrage nach Passagierjets übertrumpfte die Gewinnprognose für 2018.

(Foto: AFP)

Chicago Boeing hat seinen Gewinn dank starker Verkäufe von Verkehrsflugzeugen viel deutlicher als erwartet gesteigert und seine Gesamtjahresprognose angehoben. Die hohe Nachfrage nach Passagierjets und geringere Steuern ließen den Überschuss im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um 57 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro) steigen, wie der Airbus-Rivale am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar zu.

Die Zahlen übertrafen die Erwartungen klar, die Aktien legten an der Börse um bis zu vier Prozent zu und sorgten damit bei Anlegern für einen Lichtblick in einer allgemein mauen Stimmung. Pro Aktie waren dies im Kerngeschäft 3,64 Dollar, Experten hatten mit nur 2,58 Dollar gerechnet. „Das passiert nicht alle Tage, dass ein solcher Mega-Konzern die Prognosen gleich um 40 Prozent übertrifft“, konstatierte Analyst Robert Stallard von Vertical Research Partners.

Boeing-Chef Dennis Muilenburg hob die Gewinnprognose kräftig an und peilt für das laufende Jahr jetzt ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 14,30 bis 14,50 Dollar an. Das sind jeweils 50 Cent mehr als im Januar in Aussicht gestellt wurden. Im Gesamtjahr sollen 810 bis 815 Passagier- und Frachtmaschinen ausgeliefert werden. Damit würde Boeing seine Stellung als weltgrößter Flugzeugbauer knapp vor Airbus behaupten. Die Europäer haben sich vorgenommen, in diesem Jahr rund 800 Maschinen an ihre Kunden zu übergeben.

Das sind die größten Luftfahrtkonzerne der Welt
Platz 10: Safran
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Der französische Konzern verbuchte 2016 einen Ertrag von 18,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 18,0 Milliarden). Safran ist nach Rolls-Royce Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren und Strahltriebwerken. In puncto Ertragswachstum lagen die europäischen Unternehmen mit 3,7 Prozent klar vor der US-Konkurrenz (2,4 Prozent) und setzten damit den Trend des Vorjahres fort.

(Quelle: Deloitte Global Aerospace & Defence Sector Financial Performance Study 2017)

(Foto: Reuters)
Platz 9: Raytheon
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Der US-Hersteller produziert vor allem für das Militär. Der Rüstungskonzern erreichte 2016 einen Ertrag von 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,2 Milliarden ). Dank der leistungsstarken US-Rüstungsindustrie und einer hohen weltweiten Nachfrage wuchsen die Erträge im militärischen Sektor bei den US-Unternehmen insgesamt um 2,1 Prozent.

(Foto: Reuters)
Platz 8: BAE Systems
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Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern kletterte in der Rangliste vom neunten auf den achten Platz. 2016 betrug der Ertrag 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 22,8 Milliarden). In Europa legte der Ertrag im militärischen Sektor laut Studie um insgesamt 0,6 Prozent zu.

(Foto: dpa)
Platz 7: Northrop Grumman
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Der US-Hersteller von Rüstungstechnik für Luft- und Raumfahrt machte 2016 einen Ertrag von 24,5 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,5 Milliarden Dollar). Die Wachstumsrate der Gesamtbranche fiel von 3,8 Prozent im Jahr 2015 auf 2,4 Prozent im Jahr 2016. Sie war damit immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher als das globale Wirtschaftswachstum.

(Foto: dpa)
Platz 6: GE Aviation
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Das Unternehmen gehört zur US-Konzern General Electric. Der Konzern erzielte 2016 einen Ertrag in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar (Vorjahr: 24,7 Milliarden). GE Aviation stellt Flugzeugtriebwerke für den zivilen und den militärischen Gebrauch her. Insgesamt zeigte die Luftfahrtbranche 2016 bei einem Gesamtertrag von 674,4 Milliarden Dollar ein verlangsamtes Wachstum.

(Foto: Reuters)
Platz 5: United Technologies
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Der US-Hersteller von Technologieprodukten hat seinen Hauptsitz in Connecticut. Neben Luft- und Raumfahrt ist der Konzern auch in den Bereichen Klimaanlagen, Aufzugsanlagen und Rolltreppen tätig. Der Ertrag im Luftfahrtbereich lag 2016 bei 28,9 Milliarden Dollar (Vorjahr: 27,8 Milliarden Dollar).

(Foto: Reuters)
Platz 4: General Dynamics
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Der Konzern ist neben Boeing der größte Hersteller von Lenkflugkörpern in den USA. Der Konzern baut neben Raketen auch Hubschrauber sowie Panzer und fertigte 1954 mit der USS Nautilus das erste nuklearbetriebene U-Boot der Welt. Im vergangenen Jahr betrug der Ertrag 31,4 Milliarden Dollar (Vorjahr: 31,5 Milliarden).

(Foto: picture alliance)

Auch beim Umsatz überraschte Boeing positiv: Die Erlöse stiegen im ersten Quartal um 6,5 Prozent auf 23,38 Milliarden Dollar und lagen damit um 1,1 Milliarden höher als erwartet.

  • dpa
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