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Flugzeugbauer Boeing sagt Familien der 737-Max-Abstürze 100 Millionen Dollar zu

Der US-Konzern will den Hinterbliebenen der 737-Max-Abstürze helfen. Das Geld werde über einen Zeitraum von mehreren Jahren gezahlt.
Update: 03.07.2019 - 19:11 Uhr Kommentieren
Das Geld sei unabhängig von den laufenden Klagen, sagte ein Boeing-Sprecher. Quelle: dpa
Boeing 737 Max

Das Geld sei unabhängig von den laufenden Klagen, sagte ein Boeing-Sprecher.

(Foto: dpa)

Seattle Der US-Luftfahrtkonzern Boeing bietet Angehörigen von Opfern der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien Finanzhilfen an. Der Konzern teilte am Mittwoch mit, 100 Millionen Dollar (rund 89 Millionen Euro) bereitzustellen.

Das Geld solle auch Gemeinden zugute kommen, die von den Abstürzen betroffen sind. Es werde in Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und örtlichen Behörden in Programme etwa zugunsten von Ausbildung und Entwicklung fließen und die Familien und Gemeinden finanziell unterstützen.

Bei den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max waren im Oktober und März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Der US-Konzern steht im Verdacht, die Sicherheit der 737 Max vernachlässigt zu haben. Erste Untersuchungsberichte deuteten auf einen Softwarefehler als entscheidende Absturzursache hin.

100 Millionen Dollar sind eine vergleichsweise geringe Summe angesichts der drei Milliarden Dollar, die Boeing nach Schätzungen von Analysten für die gerichtlichen und außergerichtlichen Einigungen ausgeben muss. Und auch angesichts des 20 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkaufprogramms, das Boeing im Dezember beschlossen hat, fällt die Finanzhilfe eher klein aus.

Boeing wies am Mittwoch darauf hin, dass die Familien der Opfer das Geld unabhängig von den Klagen erhalten sollen. Sie sollen auch nicht auf ihr Recht, zu klagen, verzichten müssen.

Zunächst war unklar, ob auch die Familien ausländischer Opfer in den USA klagen können. Um die hohen Kosten zu vermeiden, versuchen US-Unternehmen oft, den Gerichtsstandort im Unfallland zu wählen. Das geht aber nur im Falle von höherer Gewalt.

Da sich nun ab die Indizien dafür mehren, dass Boeing eine Mitschuld an den beiden Abstürzen gehabt haben könnte, können wohl die meisten Angehörigen in den USA klagen, wo die Schadensersatzzahlungen deutlich höher ausfallen. Außer den Opferfamilien klagen auch Fluggesellschaften und Aktionäre.

Mehr: Die Ermittlungen um zwei abgestürzte Boeing 737 Max 8 werden nach Zeitungsberichten ausgeweitet: Angeblich steht nun auch der 787-Dreamliner im Fokus.

  • dpa
  • kk
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