Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Flugzeugbauer US-Aufsicht: Boeing sollte nicht auf rasche Wiederzulassung der 737 Max setzen

Die FAA den Ton gegenüber dem Flugzeugbauer Boeing. Eine große US-Airline streicht den Unglücksjet derweil noch länger aus dem Flugplan.
13.12.2019 - 08:20 Uhr Kommentieren
Das bestverkaufte Flugzeug des Konzerns darf wegen zwei Abstürzen binnen fünf Monaten seit März nicht mehr abheben. Quelle: dpa
Boeing 737 Max

Das bestverkaufte Flugzeug des Konzerns darf wegen zwei Abstürzen binnen fünf Monaten seit März nicht mehr abheben.

(Foto: dpa)

Washington, Fort Worth Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat Boeing mit deutlichen Worten zu verstehen gegeben, dass der Konzern nicht auf eine rasche Wiederzulassung des Unglücksfliegers 737 Max setzen kann. In einer am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten E-Mail mahnte die Behörde den Flugzeugbauer zudem, sich mit öffentlichen Äußerungen zum Zertifizierungsprozess zurückzuhalten.

Die große US-Fluggesellschaft American Airlines strich angesichts der großen Ungewissheit um den Problem-Jet zahlreiche weitere 737-Max-Flüge. An der Börse gerieten Boeings Aktien spürbar unter Druck.

FAA-Chef Steve Dickson habe Bedenken, dass der Flugzeugbauer einen „unrealistischen“ Zeitplan verfolge, warnte die Behörde Boeing in der E-Mail. Dickson und Boeing-Chef Dennis Muilenburg seien im Laufe des Tages noch zu Gesprächen verabredet, teilte die Aufsicht mit. Bei dem Treffen gehe es darum, sicherzustellen, dass Boeing sich über die Vorstellungen der FAA beim weiteren Wiederzulassungsverfahrens im Klaren sei.

Dickson wolle auch ansprechen, dass einige öffentliche Statements von Boeing offenbar dazu dienen sollten, den Druck auf die FAA zu erhöhen, sich bei der Zertifizierung zu beeilen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Boeing hatte im November Zuversicht verbreitet, dass die FAA die Verbesserungen an der 737 Max noch vor dem Jahreswechsel abnickt. Dem hatte Dickson bereits am Mittwoch eine Absage erteilt. An der Börse nehmen nun die Sorgen zu, dass der Airbus-Rivale seine 737-Produktion weiter drosseln oder gar aussetzen muss. Davor hatte Muilenburg bereits gewarnt für den Fall, dass sich die Wiederzulassung des Krisenjets weiter verzögert.

    Boeings Aktien gerieten am Donnerstag zeitweise deutlich ins Minus. Die 737 Max – Boeings bestverkauftes Flugzeug – darf wegen zwei Abstürzen binnen fünf Monaten seit März nicht mehr abheben. Insgesamt starben 346 Menschen bei den Unglücken.

    American Airlines teilte am Donnerstag mit, die 737 Max voraussichtlich bis zum 7. April nicht mehr einzusetzen. Damit würde die Zwangspause des Unglücksfliegers über ein Jahr andauern. Betroffene Airlines mussten wegen des Ausfalls bereits zahlreiche Flüge streichen.

    In den USA haben neben American die großen heimischen Fluggesellschaften Southwest und United Airlines den Krisenflieger in ihren Flotten. In Europa zählen unter anderem der Billigflieger Ryanair und der Reisekonzern Tui sowie der Lufthansa-Ableger Sun Express zu Boeings 737-Max-Kunden.

    Mehr: Der US-Flugzeugbauer gerät im Fall der 737 Max weiter in Bedrängnis: Ein Ex-Manager schildert große Probleme in der Produktion bei Boeing.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Flugzeugbauer - US-Aufsicht: Boeing sollte nicht auf rasche Wiederzulassung der 737 Max setzen
    0 Kommentare zu "Flugzeugbauer: US-Aufsicht: Boeing sollte nicht auf rasche Wiederzulassung der 737 Max setzen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%