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Förderung von Schiefergas Wintershall prüft Fracking in Deutschland

In den USA hat Schiefergas den Markt revolutioniert, weil die Preise um ein Viertel gefallen sind. Nun prüft Wintershall das Potential in Deutschland. Umweltschützer betrachten das Vorhaben mit großer Sorge.
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Eine Gaspipeline in Pennsylvania (USA), mit der Schiefergas gefördert wird. Quelle: dpa

Eine Gaspipeline in Pennsylvania (USA), mit der Schiefergas gefördert wird.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem US-Energiekonzern Exxon prüft auch die BASF-Tochter Wintershall den Abbau von Schiefergas in Deutschland. "Wir wollen in zwei Konzessionen in Nordrhein-Westfalen zunächst mit geologischen Voruntersuchungen schauen, ob das Potenzial vorhanden ist", sagte Rainer Seele, Vorstandschef der Kasseler Öl- und Gasgesellschaft, vor Journalisten in Berlin. Die beiden Konzessionsgebiete umfassen 3900 Quadratkilometer.

Zwar betont Wintershall, dass noch keine Entscheidung getroffen sei, ob sich Schiefergas in Deutschland überhaupt ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar nutzen lasse. Allerdings wird zugleich auf das große Potenzial hingewiesen. Denn die förderbaren Vorkommen werden von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf 0,7 bis 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas geschätzt. Das wäre mehr als die bisher bekannten deutschen Gas-Reserven.

Schiefergas hat in den USA den Gasmarkt revolutioniert, weil die Gaspreise dort auf rund ein Viertel des Niveaus in Europa gefallen sind. Die deutsche Industrie sieht diese sehr niedrigen Gaspreise als erheblichen Wettbewerbsvorteil für den Produktions- und Verarbeitungsstandort USA. Die Nutzung einheimischer Ressourcen hat angesichts der wachsenden Bedeutung einer sicheren Rohstoffversorgung auch geostrategische Bedeutung, die auch der Wintershall-Chef betonte.

"Deutschland kann auf Dauer nicht nur von Importen abhängig sein", sagte Seele. Von Wintershall, das vor allem in der Nordsee und in Russland in der Gasförderung aktiv ist, wird Schiefergas als möglicher Ersatz für die bald zur Neige gehenden Vorkommen an konventionellem Gas in Deutschland gesehen, das heute rund 14 Prozent des deutschen Verbrauchs ausmacht.

Als größtes Problem gilt die gesellschaftliche Akzeptanz der Schiefergas-Förderung in Deutschland. Sollte sich eine Förderung als sinnvoll erweisen, werde sein Unternehmen dafür werben, künftige Seele an. "Wenn in Deutschland Schiefergas wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch verträglich gefördert werden kann, wird es ohne Fracking nicht gehen." Dabei wird eine Mischung aus Wasser, Sand mit bis zu 2 Prozent Chemikalien in den Boden gepresst, um durch sehr kleine Risse im Gestein eine Förderung des Gases zu ermöglichen.

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Gesellschaftliche Akzeptanz ist gering
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15 Kommentare zu "Förderung von Schiefergas: Wintershall prüft Fracking in Deutschland"

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  • Was ist den "geostratisch"? Ich bin Geologe, aber dieses Wort ist mir noch nie begegnet. Und was hat es mit den Wüsten Arizonas auf sich? Schiefergas-Förderung in den USA findet in gar nicht so dünn besiedelten Gegenden (Pennsylvania, New York) statt. Kleinere, allerdings noch gut messbare Beben wurden im Zusammenhang mit der konventionellen Gasförderung in Deutschland festgestellt, aber meines Wissens nicht bei der Schiefergas-Förderung. Größere Beben im Zusammenhang mit Öl- und Gasförderung sind mir gänzlich unbekannt. Wurden hier evtl. reine Gerüchte zusammengetragen?

  • .......deutscher Rohstoff, gefördert von deutschen Firmen, für deutsche Bürger. Und keine andere ausländische Firma hat Hand anzulegen, das gehört uns, dem deutschen Volk.
    Das ist Fakt und so muß stringend der Bodenschatz + Ausbeute gesehen werden.
    Nur muß deutsche Ingenieur-Kunst dafür sorgen, daß eine umweltschonende Bergung dieses Schatzes möglich wird. Haben wir doch in der Vergangenheit durch unsere findigen Köpfe Ideen zum Laufen gebracht, die heute Stand der Technik in der Welt sind. Also meine Herren von den Max-Planck-Instituten bis zur TH in Aachen, der Frauenhofer-Gesellschaft und anderen Denkfabriken, strengt Euch an und entwickelt ein Verfahren, bei dem keine Schädigung des Grundwassers und anderer Recoucen erfolgt. Ich bin zuversichtlich, daß uns das geschieht. Und nochmals zur Politik in Berlin......schickt alle Rohstoff-Ausbeuter aus dem Ausland nach Hause. Nochmals, es ist ein deutscher Bodenschatz, der nur von deutschen Händen bewegt und gefördert werden darf. Einer von ganz wenigen, die wir haben.

  • Unter der Überschrift steht die Preise sind um ein Viertel gefallen und im Text dann die Wahrheit - die Preise sind auf ein Viertel gefallen in den USA. Wenn man also Gleiches hier erreicht, dann sinken die reinen Gaskosten auf nur noch 25% der vorherigen Kosten. Ein Hausbesitzer zahlt dann nicht mehr 1000Euro sondern 250Euro für das Gas und da bin ich keinesfalls dagegen. Nur falsches Fracking führt zu den bekannten Schäden. Natürlich haben Gas-Gerd und die Ölmultis etwas dagegen, aber dem Deutschen Michel kann man mit allem Angst machen - hauptsache er zahlt die höchsten Preise für Strom und Gas in der Welt. Hier wird ja sogar an den sauberen Strom aus Kohlekraftwerken geglaubt. So ein Tagebau ist aber ein großes Loch in der Landschaft, da werden tausende Menschen zwangsumgesiedelt und nachher ist alles rutschgefärdet und kostet Unsummen in der Sanierung.

  • Ist doch super. dann sparen wir demnächst die Gasleitung und können unsere Wohnungen direkt aus der Wasserleitung befeuern...

  • Es darf kein Fracking geben. Auf gar keinen Fall! Nichts ist für unser Leben wichtiger als unser Grudnwasser.

  • man muss dabei üerlegen die USA ist ca 10 mal so gross.....
    wenn dort landstriche unbewohnbar werden ist das verkraftbar..
    im dichtbesiedelten D wäre es fatal,....

  • "In bestimmten Bereichen unseres Landes spricht wahrscheinlich nicht viel gegen den Einsatz des Frackings."
    Wissen Sie zufällig was beim Fracking mit dem Grund passiert??? Es werden Tonnen von Chemikalien in die Erde gepumpt wegen unverhältnismäßiger Ausbeute an Gas.
    Und das nennen Sie "bedeutende Projekte für die Existenz kommender Generationen"? Für die verseuchte Erde werden sich die "kommende Generationen" ganz sicher bei Ihnen bedanken!
    Mir fehlen wegen so viel nicht vorhandener Kompetenz die Worte...

  • Fracking - NEIN danke!
    Über die extrem negativen Folgen ist ausführlich in den Medien berichtet worden. Sollen die AMis ihr Land vergiften, wir wollen das nicht.

  • Deutschland ist sicherlich nicht auf die Wintershall AG angewiesen. Es stehen zweifelsohne schon andere Firmen auf der Matte, um eine sich abzeichnende Lücke wieder zu schließen.
    In bestimmten Bereichen unseres Landes spricht wahrscheinlich nicht viel gegen den Einsatz des Frackings. Ob diese Lokationen dann aber auch immer mit den Vorkommen korrespondieren, ist fraglich. Auf jeden Fall muss jedes Fracking - Projekt im Vorfeld, während der Realisierung und im Nachgang von unabhängigen Hydrogeologen intensiv fachlich begleitet werden. Unter unabhängig verstehe ich, dass die öffentliche Hand sich Geld von Firmen wie Wintershall holt und aus diesem Topf, die Gutachter bezahlt. Und zwischen den Gutachtern muss es eine fachliche Konkurrenz geben. D.h. einzelne Freiberufler müssen genauso eingesetzt werden, wie international tätige Büros. Bei solchen für die Existenz kommender Generationen bedeutenden Projekten, muss die Vorsorge ganz, ganz weit oben stehen und nicht der Gewinn von Wintershall ;o)

  • Jetzt verstehe ich wer beim Konflikt zwischen EU und Gazprom Regie führt. Man muss schon viel Angst und Panik schüren, um Fracking in Deutschland durchzudrücken. Unglaublich!

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