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Fokus auf Licht und Sensoren Zurück zum Kerngeschäft – Hella stößt Autoteile-Handel ab

Hella verkauft die Sparte an den schwedischen Großhändler Mekonomen. Analysten sehen den Deal positiv – trotz eines Schönheitsfehlers.
06.07.2018 - 11:48 Uhr Kommentieren
Hella stößt Autoteile-Großhandel ab Quelle: dpa
Autozulieferer Hella

Das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Lippstadt konzentriert sich wieder auf sein Kerngeschäft Licht und Elektronik.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Automobilzulieferer Hella aus Lippstadt stößt den wesentlichen Teil seines Autoteile-Großhandels ab – und konzentriert sich damit stärker auf sein Kerngeschäft Licht und Elektronik. Wie der MDax-Konzern an diesem Freitag mitteilte, hat es seine dänischen und polnischen Großhändler FTZ Autodele & Verktoj und Inter-Team an den schwedischen Großhändler Mekonomen verkauft.

Der Kaufpreis beträgt 395 Millionen Euro. Zusätzlich erhält Hella eine Zahlung in Höhe des Cashflows zwischen dem 30. November 2017 und dem Vollzug der Transaktion. Der Verkauf muss von den Kartellbehörden noch freigegeben werden. Er soll voraussichtlich im dritten Quartal 2018 abgeschlossen sein.

Hella-Chef Rolf Breidenbach hatte im Interview mit dem Handelsblatt am Montag bestätigt, dass es Gespräche mit potenziellen Investoren gibt. Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler sieht den Deal positiv.

„Der Kaufpreis liegt etwa 50 Millionen Euro über meiner Schätzung, er ist wirklich attraktiv“, sagte der Automobilexperte dem Handelsblatt. Und strategisch sei der Verkauf ebenfalls sinnvoll. „Das alte Denken – Diversifizierung wegen Risikominimierung – macht angesichts der technologischen Herausforderungen weniger Sinn.“ Jetzt sei für Hella wichtig: Geld in neue Technologien wie Sensoren oder Radarsysteme investieren.

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    Das Familienunternehmen Hella produziert nicht nur Scheinwerfer und Sensoren etwa für autonomes Fahren oder Batterien für Elektroautos, sondern auch eine halbe Million verschiedene Autoersatzteile vom Reifen bis zum Spiegel, etwa für Werkstätten. FTZ und Inter-Team beschäftigen insgesamt rund 2500 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016/2017 erzielten die beiden Großhändler einen Gesamtumsatz von rund 480 Millionen Euro. Das entspricht etwa sieben Prozent des Konzernumsatzes von Hella. Der lag zuletzt bei 6,6 Milliarden Euro. Die Zahlen für das neue Geschäftsjahr veröffentlicht Hella Mitte Juli.

    Derzeit findet unter Europas Großhändlern von Autoteilen eine Konsolidierung statt. Autoteilehändler Stahlgruber etwa, einer der Marktführer in Deutschland, wurde Ende Mai vom US-Finanzinvestor LKQ übernommen. Hella als mittelgroßer Großhändler musste sich überlegen: Selbst zukaufen, um im Wettbewerb künftig weiter mithalten zu können, oder das Geschäft abstoßen?

    Allerdings ist es Hella nicht gelungen, sein gesamtes Großhandelsgeschäft im Paket zu verkaufen. Der norwegische Großhändler Hellanor sowie das E-Commerce-Geschäft unter dem Dach Ucando bleiben zunächst bei Hella. „Der Verkauf von Hellanor an Mekonomen war allein aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des Handelsblatts. Und das E-Commerce-Geschäft stand nicht im strategischen Fokus von Mekonomen. Hella prüft deshalb für Hellanor und Ucando „andere strategische Optionen“.

    Der Aktienmarkt reagierte positiv auf den Verkauf des Autoteile-Großhandels. Der Kurs von Hella stieg am Morgen um 1,2 Prozent auf 49,10 Euro. In den vergangenen Wochen war die Aktie des Zulieferers von den Negativschlagzeilen der Autobauer deutlich nach unten gezogen worden. Metzler-Analyst Pieper hält Hella für eine der Automobilaktien, die am meisten unterbewertet sind.

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