Folgen der Abgas-Affäre Wird der Phaeton das erste Opfer des VW-Skandals?

Jeden Stein will der neue VW-Chef Müller im Konzern umdrehen. Wegen der Abgas-Krise steht im Konzern alles auf dem Prüfstand – auch der seit Jahren mit Absatzproblemen kämpfende Luxuswagen Phaeton.
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Dem VW-Phaeton werden die vergleichsweise schwachen Absatzzahlen womöglich zum Verhängnis. Quelle: ap
Kritisch beäugt

Dem VW-Phaeton werden die vergleichsweise schwachen Absatzzahlen womöglich zum Verhängnis.

(Foto: ap)

Wolfsburg/DresdenBei VW kommen nach dem angekündigten verschärften Sparkurs des neuen Konzernchefs Matthias Müller wegen des Abgas-Skandals nun erste konkrete Projekte auf den Prüfstand. Die entstandenen Zusatzkosten durch die Affäre sollen an anderen Stellen eingespart werden – nach Ansicht von Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh muss dabei etwa über die Zukunft der unter Absatzproblemen leidenden VW-Luxuslimousine Phaeton gesprochen werden.
„Also wenn schon Phaeton, dann als Elektro-Fahrzeug mit 800 Volt, 15 Minuten Ladezeit und mit 500 Kilometer Reichweite“, sagte Osterloh am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der aktuellen Abgas-Krise bei Volkswagen sei dies jetzt das richtige Signal.

Osterloh hatte bereits bei der VW-Betriebsversammlung am Dienstag in Wolfsburg den Phaeton in der bisherigen Ausführung infrage gestellt. Darüber hatten bereits verschiedene Medien berichtet.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ soll das bislang geplante Nachfolgemodell des Phaetons mit Verbrennungsmotor, das Ende 2016 auf den Markt kommen sollte, gestrichen werden. Aus Konzernkreisen hieß es dazu am Freitag, dies sei denkbar.

„Uns als Betriebsrat geht es darum, dass wir ein innovatives Produkt nach Dresden bekommen, damit wir nicht in zwei bis drei Jahren wieder dasselbe Problem haben, wie mit dem aktuellen Phaeton“, betonte Osterloh. Es mache keinen Sinn, jetzt riesige Geldbeträge in Projekte zu investieren, deren Wirtschaftlichkeit höchst zweifelhaft sei.
„Klar ist, dass wir als Betriebsrat natürlich dafür einstehen, dass die Beschäftigung an allen Standorten gesichert wird. Und Dresden braucht dann in der kommenden Planungsrunde von Volkswagen eine Entscheidung“, sagte Osterloh.

Keine Chance gegen die Konkurrenz
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4 Kommentare zu "Folgen der Abgas-Affäre: Wird der Phaeton das erste Opfer des VW-Skandals?"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Quod licet Iovi, non licet bovi, ja so ist das für ein besetztes Land

  • Wegen der Abgas-Krise steht der Phaeton auf dem Prüfstand.
    Wie erst jetzt? Ich hätte angenommen das die Fahrzeuge noch vor der Erstauslieferung auf dem Prüfstand stehen und getestet werden. Das klingt mir jetzt nicht nach Wertarbeit.

  • Ich hofffe nur, dass sich die Deutschen daran erinnern, wem wir das alles zu verdanken haben.

    Wenn VW (bewusst) schmummelt, dann schreit ganz amiland und der Westen auf. Fast so, als hätte man 100 Atombomben abgeworfen. Dabei kam nicht 1 Mensch dabei zu Schaden, oder ist daran gestorben. (0,2 % der Ami-Autos sind VW-Diesel)

    Wenn aber der ami ein Krankenhaus in Kabul ## bewusst ## bombardiert, wenn selbst Hilferufe der Ärzte ihn nicht abhalten und 22 wehrlose Menschen qualvoll sterben, dann ist das oky???

    Wow -- das nenne ich mal bewusste, objektive Berichterstattung der deutschen Medien.

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