Ford in Europa Fahrt in die Gewinnzone – nach vier Jahren

Die Kosten wurden gesenkt und Autos verkaufen sich ohnehin wieder besser: Ford hat im vergangenen Jahr in Europa schwarze Zahlen geschrieben. 2016 will sich der Autobauer noch einmal steigern.
Fahrt in die Gewinnzone in Europa. Quelle: Reuters
Ford Focus RS

Fahrt in die Gewinnzone in Europa.

(Foto: Reuters)

Detroit/BerlinFord ist in Europa wieder profitabel und will sich dieses Jahr weiter steigern. Im zuvor lange defizitären Geschäft fiel im Gesamtjahr 2015 ein Vorsteuergewinn von 259 Millionen Dollar an, wie der US-Autobauer am Donnerstag mitteilte. Es ist dort der erste Jahresgewinn seit 2011. Dieser geht zu einem großen Teil auf Fortschritte zum Jahresende zurück.

Der Rivale der Opel-Mutter GM verwies neben Kostensenkungen auch verbesserte Marktbedingungen. 2016 soll der Vorsteuergewinn in Europa höher ausfallen. Details wurden jedoch nicht genannt.

Zuletzt profitierte Ford auch von den niedrigen Spritpreisen. Dadurch zog die Nachfrage nach Geländewagen und Pick-up-Trucks an, die dem Konzern für gewöhnlich viel Geld in die Kasse spülen. Im Gesamtjahr kam Ford so insgesamt auf einen Vorsteuergewinn von 10,8 Milliarden Dollar – ein Rekord. Dieser Wert soll im laufenden Jahr mindestens gehalten, nach Möglichkeit aber übertroffen werden – für viele Experten eine vergleichsweise vorsichtige Prognose.

Den Löwenanteil des Gewinns macht Ford weiter in Nordamerika. Sorgenkind des Konzerns ist Südamerika. Hier fiel allein im Schlussquartal ein Vorsteuerverlust von 295 Millionen Dollar an. Ford-Finanzchef Bob Shanks sagte, die brasilianische Wirtschaft – die größte in Lateinamerika – werde weiter schrumpfen.

Im vorbörslichen US-Handel verteuerten sich Ford-Aktien um rund ein Prozent. Die Zahlen zum vierten Quartal lagen oberhalb der Analystenerwartungen. Allerdings hatte die Aktie im Jahresverlauf bislang über 15 Prozent an Wert eingebüßt. Quartalszahlen von General Motors (GM) werden nächste Woche erwartet.

Was uns am Ford Mustang GT gefällt, und was nicht
Der galoppierende Mustang im Kühlergrill darf natürlich nicht fehlen.
1 von 34

Große Lufteinlässe in steilem Kühlergrill, markante Haube mit deutlichen Längssicken, massive Radhäuser, deutliche Seitenschweller und betont breite Schultern – so lässt sich heute fast jeder Sportwagen mit Frontmotor beschreiben, aber eben den Ford Mustang schon lange. Denn der Neue trägt alle Charakterzüge des Alten. Dazu kommt beim Fastback eine fließende Dachline, die im kurzen Heckstummel endet.

Blick auf die Details des Testwagens
2 von 34

Man steigt eher hinunter ins Sportcoupé als hinein. Tief und eng eingebettet in die als Sonderausstattung (1800 Euro) erhältlichen Recaro-Sportsitze erschwert die enorme Breite des Mustang die Übersicht ebenso wie die lange und hoch aufragende Motorhaube. Man muss sich erst gewöhnen an diese Abmessungen.

So riechen also 421 Pferdestärken
3 von 34

Der Mustang ist auch in neuester Auflage das, was er immer war: Eine amerikanische Ikone. Ein Sportcoupé, zugegeben mit gewaltiger PS-Leistung. Aber sicher kein Sportwagen im europäischen Sinn. Dafür ist er mit über 1.700 Kilo Leergewicht zu schwer, dafür schaltet die 6-Gang-Automatik zu behäbig. Immerhin: Mit der Launch Control und der stufenweise reduzierbaren Traktionskontrolle lassen sich prima Reifen vernichten.

Blick auf die Details des Testwagens
4 von 34

Ein Klassiker sind die drei Streben der leicht schräg gestellten Rückleuchten. Und es freut den Betrachter, dass Ford dieses wichtige Stilmerkmal entsprechend zur Geltung bringt.

Ein schöner Rücken
5 von 34

Er sieht schon im Stand sehr kräftig und bärenstark aus. Mit 6-Gang-Automatik sprintet der 5-Liter-V8 in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei Tempo 250 ist Schluss.

Blick auf die Details des Testwagens
6 von 34

Ja, der kann richtig böse gucken. Schönes Detail: die drei schräg gestellten Streben aus den ikonischen Rückleuchten greift Ford stilistisch auch in den Frontscheinwerfern auf. Sehr gelungen!

Blick auf die Details des Testwagens
7 von 34

Lob für den klassischen und simplen Wahlhebel sowie den extrem gut erreichbaren USB-Anschluss vorne in der Mittelkonsole. Tadel aber für die vier Kippschalter, die lediglich gut aussehen. Der zweite von links schaltet die Traktionskontrolle aus, was passieren kann, wenn die Finger sich den Weg zur Klimaanlage ertasten. Und ausgerechnet der wichtige Schalter für die verschiedenen Fahrmodi liegt ganz rechts. Man muss also ständig um den Schalthebel herumgreifen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Ford in Europa - Fahrt in die Gewinnzone – nach vier Jahren

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%