Ford streicht Jobs US-Autobauer trimmt Europageschäft auf Rendite

Trotz eines Millionengewinns will Ford hunderte Jobs in Europa abbauen, auch der Standort Köln dürfte davon betroffen sein. Zugleich soll die Marke mit einer Modelloffensive auf Rendite getrimmt werden.
Update: 03.02.2016 - 14:01 Uhr
Den 10.000 Mitarbeitern in Europa will Ford freiwillige Abfindung anbieten. Der Konzern rechnet damit, dass hunderte das Angebot annehmen. Quelle: obs
Ford-Werk in Saarlouis

Den 10.000 Mitarbeitern in Europa will Ford freiwillige Abfindung anbieten. Der Konzern rechnet damit, dass hunderte das Angebot annehmen.

(Foto: obs)

DüsseldorfGewinn ist nicht genug, sagt Ford-Europachef James Farley. Kurz nachdem der US-Autobauer die Rückkehr in die Gewinnzone verkündet hat, soll der Sparkurs weiter fortgesetzt werden. „Ein Gewinn von 259 Millionen Dollar ist schön, aber wir haben gerade erst angefangen“, so Farley. Perspektivisch will er die Rendite des Europageschäfts auf sechs bis acht Prozent steigern. Darum sollen einige Mitarbeiter freiwillig gehen.

Den Mitarbeitern in Verwaltung und Vertrieb will der US-Autobauer eine freiwillige Abfindung anbieten. Farley rechnet damit, dass hunderte Mitarbeiter das Angebot annehmen. So sollen bei Vertrieb und Verwaltung 200 Millionen Dollar eingespart werden. Auch einige Stellen in Köln dürften von den Einsparungen betroffen sein. Nach drei Werksschließungen in den vergangenen Jahren setzt Ford damit den Sparkurs fort.

Dabei haben die Amerikaner mit einem Absatzplus von zehn Prozent eigentlich ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Bestseller wie der Ford Focus wurden neu aufgelegt. Nun will Ford auch im SUV-Segment Gas geben. Fünf neue Modelle in diesem Segment sind geplant, den Auftakt soll der neue Edge machen, der in wenigen Wochen bei den Händlern stehen soll. Und auch bei den Hybrid- und Elektroautos will Ford nachlegen. Bis 2020 seien auch reine Elektroautos geplant. Dafür sollen unrentable Modelle aus dem Programm fliegen. Welche das genau sind, verrät der Autobauer noch nicht.

Die Spitzenausstattungslinie Vignale, die bisher im Mondeo verbaut wird, soll künftig auf weitere Modellreihen ausgeweitet werden. Bereits in einem Jahr sollen fünf weitere Modelle mit der Ausstattungslinie unterwegs sein. „Wenn wir unsere Stärken ausspielen, können wir selbst gegen Premiummarken konkurrieren“, sagt Farley – und schickt damit eine Kampfansage an die deutschen Premiumriesen Audi, BMW und Mercedes. Tatsächlich dürfte Ford mit dieser Strategie eher seine Marge im Volumengeschäft aufpolieren wollen.

Auch bei den Sportmodellen wollen die Amerikaner in Europa nachlegen. Der Focus RS steht bereits in den Startlöchern. Der Mustang ist in Europa sehr erfolgreich angelaufen. Das Geschäft mit den PS-starken Modellen hat im vergangenen Jahr um 60 Prozent zugelegt, dieses Jahr peilt Ford an, mehr als 40.000 Exemplare zu verkaufen.

Für Menschen, die gern im Auto reden
Ein bisschen wie Aston Martin
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Die äußeren Änderungen der Focus-Karosserie erschließen sich mit ihren kleineren Rückleuchten und einem neu gestalteten, sportlicher wirkenden Kühlergrill mit parallel verlaufenden Rippen dem Betrachter erst auf den zweiten Blick.

Rückleuchten im Entenfuß-Design
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Mehr Emotion im Design: Der neue Focus ist insgesamt straffer und athletischer als der Vorgänger. Weit augenfälliger sind die Änderungen im Focus-Innenraum, wobei die Gestalter nach eigener Auskunft den Wünschen der Kunden folgten ...

Neugestalteter Innenraum
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Chrom und die schwarze Ausstattung schaffen ein modernes Ambiente. Der Fahr- und Geräuschkomfort profitiert von dicken Bodenteppichen, einer verbesserten Schallisolierung des Motorraums und von Seitenscheiben mit vergrößertem Querschnitt.

Sachlich, ordentlich, aufgeräumt
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Für die zweite Halbzeit des Focus-Lebenszklus hat Ford auch das Interieur komplett umgestaltet. Die Einstiegspreise mit dem 1,6 Liter-Ti-VCT-Vier-Zylinder-Motor in der Basis-Ausstattungslinie Ambiente beginnen bei 16.450 Euro für die fünftürige Limousine, 17.060 Euro für die viertürige Limousine und 17.360 Euro für den Kombi Turnier.

Rückfahrkamera an Bord
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Das Multimedia-Konnektivitätssystem Sync 2 liegt hinter dem acht Zoll Touchscreen und bietet nun eine bessere Sprachsteuerung zum Beispiel für die Audio-, Klima- und Mobiltelefon-Funktionen. Das Navigationssystem stellt zum Beispiel auch eine Telefonverbindung zum gewünschten Restaurant her. 

Ordentlich aufgeräumt
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Den Innenraum hat Ford von vielen kleinen Knöpfen und Schaltern befreit. Im Zentrum steht nun der neue Touchscreen in der Mitte.

Der parkt selber rückwärts ein
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Neu in dieser Modellreihe ist der Einpark-Assistent, der jetzt auf Knopfdruck auch quer einparken kann. Wenn der Fahrer unübersichtliche Parklücken verlassen will, weist ein dreistufiges Alarmsystem („Cross-Traffic Alert“) auf andere Verkehrsteilnehmer hin, die sich in einem Bereich von 40 Metern links und rechts des Fahrzeughecks nähern. Ein „Auspark-Assistenten“ bringt das Fahrzeug dann – je nach Fahrerwunsch – links oder rechts aus der Parklücke.

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