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Forschung und Entwicklung Mit Starthilfe von Siemens – China will Gasturbinen künftig in Eigenregie entwickeln

China will große Gasturbinen entwickeln. Siemens könnte dabei helfen. Der Verdrängungswettbewerb dürfte noch härter werden.
09.07.2018 - 15:47 Uhr Kommentieren
Der Mischkonzern unterstützt China bei der Entwicklung eigener Gasturbinen. Quelle: dpa
Siemens-Gasturbine

Der Mischkonzern unterstützt China bei der Entwicklung eigener Gasturbinen.

(Foto: dpa)

München Gerade erst war Joe Kaeser in China. Die Atmosphäre dort sei mit Spannung aufgeladen, schrieb der Siemens-Chef am Montag im Karrierenetzwerk LinkedIn. „Es gibt das starke Gefühl, dass China das 21. Jahrhundert gestalten kann.“

Dabei hat sich die chinesische Führung viele konkrete Ziele gesetzt. Eines davon: ein eigenes starkes Geschäft mit Kraftwerken für fossile Brennstoffe aufzubauen. Und dabei bekommt China nun Schützenhilfe von Kaesers Siemens.

Im Rahmen des Deutschland-Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichnete Kaeser in Berlin eine Absichtserklärung. Man prüfe eine „technologische Zusammenarbeit bei großen Gasturbinen“, hieß es. Partner ist die State Power Investment Corporation (SPIC).

Siemens will die Chinesen bei der Forschung und Entwicklung unterstützen und „Training und Technologieberatung“ geben. Auf dieser Basis könnten die Chinesen dann in den nächsten Jahren eine eigene Gasturbine entwickeln. „Gemeinsam als Partner können wir Großes zum Wohle der chinesisch-deutschen Beziehungen erreichen“, sagte Kaeser.

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    Damit kommt neue Bewegung in einen krisengeschüttelten Markt. Das Geschäft mit großen Gasturbinen ist in Zeiten der Energiewende weltweit eingebrochen. Siemens und Konkurrenten wie General Electric mit Alstom haben einen massiven Stellenabbau angekündigt. Einer der wenigen Hoffnungsmärkte ist China. Doch dürfte der Marktzugang für die westlichen Anbieter nun schwieriger werden, wenn China auf eigene Turbinen setzt.

    Allerdings hieß es in Industriekreisen, wenn Siemens nicht helfe, werde dies ein Konkurrent tun. Die Münchener könnten von der Kooperation als Zulieferer und von einem verbesserten Marktzugang für die eigenen Turbinen neuester Generation profitieren.

    Die gebeutelte Kraftwerkssparte von Siemens kann jede Unterstützung gebrauchen. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 sank der Umsatz um 28 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis brach sogar um 74 Prozent auf 114 Millionen Euro ein.

    Der Hauptgrund dafür sind Preisdruck und Überkapazitäten. Die Anbieter GE/Alstom, Siemens, Mitsu‧bishi und Ansaldo hatten zu Boomzeiten Kapazitäten für 400 große Turbinen aufgebaut. Derzeit verkaufen sie laut Industriekreisen deutlich unter 100 Stück.

    Angesichts des Markteinbruchs war zuletzt viel über die Zukunft des Geschäfts bei Siemens spekuliert worden. Kaeser hatte angedeutet, dass es wenige Synergien gebe. Doch dürfte ein Verkauf der Sparte laut Industriekreisen schwierig werden. Kein Konkurrent sei daran interessiert, sich weitere Kapazitäten aufzuhalsen.

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