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Forschungszentrum Elsfleth Zehnte Insolvenz einer Beluga-Tochter

Das Zentrum für Maritime Forschung in Elsfleth hat Insolvenz beantragt. Als zehnte Tochtergesellschaft der strauchelnden Reederei Beluga aus Bremen. Gegen den Beluga-Gründer Stolberg wird noch wegen Betrugs ermittelt.
25.03.2011 - 12:39 Uhr Kommentieren

Elsfleth Das Zentrum für Maritime Forschung der angeschlagenen Bremer Reederei Beluga hat einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist die zehnte Tochtergesellschaft, die aufgrund „von erheblichen Unregelmäßigkeiten im Hinblick auf Umsatz und Liquidität“ in Bedrängnis gerät, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag sagte.

Beluga hält 51 Prozent an dem Forschungszentrum in Elsfleth (Kreis Wesermarsch), die Jade Hochschule 49 Prozent. Es wurde nach Angaben des Sprechers von der Beluga Shipping GmbH finanziert, die vergangene Woche bereits einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Erst am Donnerstag hatte die Beluga Offshore Cable GmbH als neuntes Tochterunternehmen Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

Nach einem Bericht des Handelsblatts wirft der US-Investor Oaktree, der zurzeit die Beluga-Geschäfte führt, Firmengründer Niels Stolberg vor, das Auftragsbuch der Reederei manipuliert zu haben.

Dieses habe zum 15. Juni 2010 für das vergangene und das laufende Jahr Aufträge über rund 800 Millionen Dollar ausgewiesen. Tatsächlich seien es aber nur 58 Millionen Dollar gewesen. Oaktree habe diese Unterlagen der Bremer Staatsanwaltschaft übergeben. Diese wollte sich aber nicht dazu äußern. Die Anklagebehörde ermittelt gegen Stolberg unter anderem wegen des Verdachts auf schweren Betrug.

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