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Frachtgeschäft Lufthansa muss Winterflugplan umschmeißen

Das vorläufig geltende Nachtflugverbot hat für die Cargo-Sparte der Lufthansa deutliche Konsequenzen. Das Unternehmen muss seinen gesamten Flugplan für den Winter neu organisieren - und fürchtet um sein Geschäft.
17.10.2011 - 12:32 Uhr Kommentieren
Flottenflugzeug des Transportunternehmens Lufthansa Cargo. Quelle: dpa

Flottenflugzeug des Transportunternehmens Lufthansa Cargo.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das vorläufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zwingt die Lufthansa zu umfangreiche Umplanungen. Ab dem 30. Oktober seien im Schnitt zehn Flüge pro Nacht vom größten deutschen Flughafen vorgesehen gewesen, die nun sämtlich umorganisiert werden müssten, erklärte ein Sprecher der Lufthansa Cargo am Montag in Frankfurt.

Das habe Auswirkungen auf den weltweiten Flugplan bis zum 24. März kommenden Jahres und sei keinesfalls eine regionale Kleinigkeit. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dem Unternehmen wichtiges Frachtgeschäft verloren gehe. Zum wirtschaftlichen Schaden wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Die geplante Inbetriebnahme der neuen Landebahn ändert die rechtliche Grundlage für den Flughafenbetrieb. Gab es bislang gar kein Nachtflugverbot und demzufolge bis zu 50 Flugbewegungen pro Nacht, soll ab dem 30. Oktober eine Neuregelung greifen, die für den Flughafen noch bis zu 17 Nachtflüge in der Zeit zwischen 23 und 5 Uhr vorsieht.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat diese Regelung des Planfeststellungsbeschlusses in der vergangenen Woche aber vorläufig gestoppt, weil dagegen noch Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig offen sind.

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    Die Lufthansa hat bislang vergeblich gefordert, die neue Landebahn noch nicht in Betrieb zu nehmen und so die derzeit noch bestehende Regelung beizubehalten. Laut Flughafenbetreiber Fraport sind die Planungen für den Flugbetrieb mit der neuen Bahn ab dem 30. Oktober aber unumkehrbar weit fortgeschritten.

    Die neue Piste soll am 21. Oktober offiziell von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet und ab dem 30. Oktober flugplanmäßig genutzt werden. Auf der neuen Landebahn selbst sind keine Nachtflüge geplant.

    Das Vorgehen der Lufthansa belege die ganze Dramatik des VGH-Beschlusses, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), Michael Engel, in Berlin. Ein Mindestmaß an Nachtflugmöglichkeiten habe extrem hohe Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa und anderer Fluggesellschaften. Er forderte eine gesetzliche Sicherstellung international wettbewerbsfähiger Betriebszeiten.

    • dpa
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