Frankreich Areva und EDF üben für ihre Zwangsehe

Die geplante Neuordnung von Frankreichs Atomsektor kommt voran. Der staatliche Stromriese EDF und die staatliche Nuklear-Holding Areva haben sechs Arbeitsgruppen eingerichtet, um bis Ende des Jahres auf Druck der Politik eine strategische Partnerschaft aus der Taufe zu heben.
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EDF-Hauptsitz in Paris: Nach einem Streit üben Areva und EDF den Schulterschluss. Quelle: ap

EDF-Hauptsitz in Paris: Nach einem Streit üben Areva und EDF den Schulterschluss.

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PARIS. EDF und Areva bestätigten übereinstimmend die Bestrebungen einer strategischen Partnerschaft beider Konzerne. Hierbei beschäftigt sich eine der sechs Arbeitsgruppen mit der Frage, ob und in welcher Höhe sich EDF an Areva beteiligen soll.

Laut der Zeitung "La Tribune" ist hierzu bereits eine Entscheidung der Staatsspitze gefallen. Demnach solle EDF einen Anteil von bis zu 15 Prozent an Areva erwerben. EDF wollte dazu nichts sagen, bei Areva hieß es, eine solche Beteiligung sei "derzeit nur eine Eventualität".

Mit der strategischen Partnerschaft will Staatschef Sarkozy einen Schlussstrich ziehen unter einem monatelangen, teils öffentlich ausgetragenen Kleinkrieg seiner nationalen Atom-Champions. Sowohl Areva-Chefin Anne Lauvergeon als auch EDF-Chef Henri Proglio forderten für sich die Rolle ein, beim Export von Frankreichs Atomtechnik das Sagen zu haben. Ende 2009 hatte die Atomwirtschaft eine Niederlage einstecken müssen, als das Scheichtum Abu Dhabi vier Atommeiler bei einem koreanischen Konsortium bestellt hatte.

Streit zwischen beiden Unternehmen gab es jedoch nicht nur in der Export-Frage. Beide Konzerne zankten sich auch darüber, zu welchen Bedingungen Areva EDF mit Brennelementen für die 58 Atomkraftwerke beliefert.

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