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Frankreich Paris festigt Einfluss bei Air France

Frankreich hat zum Schutz heimischer Industrie-Standorte Doppelstimmrechte eingeführt. Die Regierung profitiert selbst von der Regelung. Um den Einfluss bei Air France zu zementieren, nimmt Paris viel Geld in die Hand.
08.05.2015 - 15:32 Uhr Kommentieren
Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac auf der Pressekonferenz. Quelle: Reuters
Air France-KLM

Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac auf der Pressekonferenz.

(Foto: Reuters)

Paris Wie bereits bei Renault zementiert die französische Regierung nun auch bei Air France-KLM ihre Machtposition. Dazu stockte sie nach Angaben vom Freitag den staatlichen Anteil an der Fluggesellschaft um 1,7 Punkte auf 17,6 Prozent auf. Dafür musste sie bis zu 46 Millionen Euro zahlen. Ziel sei es, auf der Hauptversammlung am 21. Mai genug Gewicht zu haben, um eine Verringerung der Mitsprachemöglichkeiten zu verhindern.

Denn die Aktionäre stimmen dann über einen Antrag ab, mit dem die neu eingeführten Doppelstimmrechte für langfristig engagierte Anteilseigner abgeschafft werden sollen. Die Regierung profitiert selbst von der Stimmrechtsregelung. Die Anteilsaufstockung soll dafür sorgen, dass der Antrag nicht die nötige Mehrheit erhält. Denselben Schachzug hatte die Regierung zuletzt bei Renault angewandt, indem sie ihre Beteiligung auf 20 von zuvor 15 Prozent erhöhte.

Die unsichersten Airlines der Welt
Rangliste der 60 größten Airlines der Welt
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Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab. Wir zeigen, welche 20 Airlines im Ranking die hinteren Plätze belegen.

(Foto: ap)
Platz 41 – American Airlines (USA)
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Eine der größten Fluggesellschaften der Welt und in der Rangliste relativ weit hinten: American Airlines findet sich mit dem Jacdec-Index von 0,139 (ein niedriger Wert bedeutet höhere Sicherheit) auf Platz 41. Die Airline fusionierte zuletzt mit US Airways und behielt ihren Namen bei. American ist seit sechs Jahren unfallfrei. Doch erst 2001 gab es einen Absturz: Ein Airbus A300 stürzte mitten im New Yorker Stadtteil Queens ab, alle 260 Insassen starben.

(Foto: Reuters)
Platz 42 – Air China (China)
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Mit dem Startjahr 1988 ist Air China eine der jüngeren Fluggesellschaften in der Rangliste, hat aber bereits zwei Flugzeugverluste erlitten. 2002 starben 129 Passagiere bei einem Absturz. Der Index liegt bei 0,142.

(Foto: Reuters)
Platz 43 – Alaska Airlines (USA)
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Im September 2011 wurde Alaska Airlines zu einer Geldstrafe von 590.000 US-Dollar verurteilt, nachdem es bei der Wartung einer Boeing 737 zu Regelverletzungen kam – und Jahre später ein Feuer ausbrach. Die letzte große Katastrophe liegt mittlerweile 16 Jahre zurück: Im Jahr 2000 stürzte eine Maschine in den Pazifik. Obwohl die Airline eher unbekannt ist, gilt sie als zukunftsgerichtet: Alaska Airlines war eine der ersten Fluggesellschaften, die Flugscheine und das Check-in über das Internet anbot. Der Index liegt bei 0,163.

(Foto: ap)
Platz 44 – China Southern Airlines (China)
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Die größte Fluggesellschaft des bevölkerungsreichsten Landes der Welt gehört zu den unsichersten Airlines der Welt. Das letzte tödliche Unglück geschah am 8. Mai 1997. Den Piloten des Flugs 3456 misslang bei schwerem Gewitter der erste Landungsversuch in Shenzhen. Bei einem zweiten schoss die Maschine aufgrund des durch den ersten Landeversuch beschädigten Fahrwerks über die Landebahn hinaus. 35 Menschen kamen dabei ums Leben. Index 0,193 – macht Platz 44.

(Foto: AFP)
Platz 45 – Thai Airways International (Thailand)
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Die staatliche Fluggesellschaft Thailands war 2012 noch unter den „Top 10“ der unsichersten Airlines. Langsam arbeitet sie sich in sicherere Gefilde. Der letzte große Unfall datiert zwar auf 1998, doch kleine Pannen sorgen für eine schlechte Sicherheitsnote. Zum Beispiel kam im September 2013 ein Flugzeug bei der Landung am Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi von der Landebahn ab, es wurden mehrere Personen verletzt. Der Index für 2015 liegt daher bei 0,216.

(Foto: AFP)
Platz 46 – Asiana Airlines (Südkorea)
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Die Südkoreaner mussten in den vergangenen Jahren schwere Zwischenfälle melden. 2013 verunglückte eine Boeing beim Landeanflug auf den Flughafen von San Francisco. Die Maschine setzte vor der Landebahn auf und kam schwer beschädigt auf dem Rollfeld zum Stehen. Drei Personen wurden getötet und 181 Menschen verletzt. 2015 streifte ein Flugzeug beim Landeanflug auf Hiroshima eine Antenne – viele Passagiere wurden verletzt. Das beschert der Airline eine schlechtere Platzierung im Sicherheitsranking (Index 0,241). Drei Flugzeugverluste stehen in der Jacdec-Statistik.

(Foto: ap)

Hintergrund ist ein Gesetz zum Schutz heimischer Industrie-Standorte, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Es räumt Investoren ein Doppelstimmrecht ein, die Aktien im eigenen Namen erwerben und diese mindestens zwei Jahre lang halten. Eine Rückkehr zur früheren Regelung, wonach jede Aktie einfaches Stimmrecht hat, ist möglich - aber nur wenn die Hauptversammlung dies mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschließt.

Das Wirtschaftsministerium verteidigte die Doppelstimmrechte als gängige Praxis in vielen Unternehmen. Dies gelte nicht nur für Firmen im Staatsbesitz, sondern auch für mehr als die Hälfte der Unternehmen im wichtigsten Börsenindex CAC 40.

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    Die Stärkung von Langfrist-Aktionären durch Sonderrechte wird auch auf EU-Ebene diskutiert. Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments beschloss am Donnerstag mit knapper Mehrheit einen entsprechenden Gesetzentwurf. Dieser sieht neben zusätzlichen Stimmrechten auch Steuererleichterungen und Treuedividenden vor.

    • rtr
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