Französischer Autobauer Renault erzielt Rekordgewinn

Renault verdient derzeit gut am starken europäischen Markt. Im ersten Halbjahr stieg der Nettogewinn um fast 60 Prozent auf ein Rekordhoch. Das Unternehmen rechnet auch für Russland mit Zuwächsen.
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Der französische Autobauer profitiert vom weiter anziehenden Geschäft in Europa. Quelle: dpa
Renault

Der französische Autobauer profitiert vom weiter anziehenden Geschäft in Europa.

(Foto: dpa)

Boulogne-BillancourtDer französische Autobauer Renault sieht Anzeichen der Besserung in Russland und verdient gut am starken europäischen Markt. Im ersten Halbjahr kletterte der Nettogewinn um fast 60 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro, wie Renault am Freitag in Boulogne-Billancourt mitteilte. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro. Ohne den seit Jahresbeginn mit einbezogenen russischen Autobauer Avtovaz wäre das Plus mit gut 12 Prozent etwas geringer ausgefallen.

Renault profitiert vom weiter anziehenden Geschäft in Europa. Nun ist das Unternehmen auch für den russischen Markt zuversichtlicher und rechnet dort 2017 mit einem Marktwachstum von mehr als 5 Prozent. Für Renault ist Russland nach Stückzahlen der zweitwichtigste Markt. Beim Lada-Hersteller Avtovaz sind die Franzosen Mehrheitseigner.

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Regierung Macron
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Die französische Regierung will in den kommenden Monaten damit beginnen, Anteile an Unternehmen abzustoßen. Es werde damit gerechnet, dass dabei zehn Milliarden Euro zusammenkämen, sagte Finanzminister Bruno Le Maire. Sie sollten in Innovationsprojekte fließen. Der Steuerzahler werde sehen, dass das Geld „für die Zukunft und nicht die Vergangenheit“ ausgegeben werde. Der französische Präsident Emmanuel Macron (hier beim Besuch einer Schiffswerft) hatte im Wahlkampf angekündigt, Minderheitsanteile an Unternehmen zu veräußern.

EDF
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An dem Energieversorger hält der Staat 83,4 Prozent, es ist der höchste Staatsanteil an einem Unternehmen. Die Börsenkapitalisierung beträgt 26 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres ist der Kurs um 19,56 Prozent gefallen. Das ist der stärkste Verlust in diesem Zeitraum im Staatsportfolio noch vor Dexia. Das Unternehmen hat 159.000 Mitarbeiter. Im Bild zu sehen ist das Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Baden-Württemberg.

ADP
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An dem Flughafenbetreiber hält der Staat 50,63 Prozent. Die Börsenkapitalisierung liegt bei knapp 14 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres ist die Aktie um 40 Prozent gestiegen. Zu ADP gehören unter anderem die Flughäfen Roissy Charles de Gaulle, der zweitgrößte in Europa, und Orly bei Paris (Bild). Die Gruppe hat 8900 Angestellte.

Areva
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Am Atomkonzern Areva ist Frankreich mit 28,83 Prozent beteiligt. Der Börsenwert des Unternehmens liegt bei 1,7 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres ist der Wert um 23,68 Prozent gestiegen. Das Unternehmen beschäftigt 44.000 Mitarbeiter.

Engie
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Der Energieversorger entstand 2008 aus der Fusion von Gaz de France und Suez. Frankreich hält derzeit 28,65 Prozent. Der Börsenwert beträgt 32 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres ist der Wert um 8,66 Prozent gefallen. Das Unternehmen hat 155.000 Mitarbeiter.

Thales
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An Thales, Spezialist für Sicherheit, Militärtechnik und Luftfahrt, ist der Staat mit 25,97 Prozent beteiligt. Der Börsenwert beträgt 20 Milliarden Euro. Der Kurs ist innerhalb eines Jahres um 26,45 Prozent gestiegen. Das Unternehmen hat 62.000 Mitarbeiter.

Eramet
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An dem Bergbau und Metallurgie-Unternehmen Eramet hält der Staat 25,66 Prozent. Der Börsenwert beträgt 1,1 Milliarden Euro. Der Kurs ist innerhalb eines Jahres um 33,29 Prozent gestiegen, allerdings nach einem starken Anstieg im Jahr 2016 um 92 Prozent seit Anfang 2017 um 23 Prozent abgerutscht. Eramet hat 13.000 Mitarbeiter.

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