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Französischer Autozulieferer US-Fonds greift nach Valeo

Der amerikanische Investor Apollo bereitet nach Informationen des Handelsblatts ein Übernahmeangebot für den französischen Autozulieferer Valeo vor. „Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen ein Angebot kommt“, hieß es am Donnerstag aus Finanzkreisen in New York. Der Kurs der Valeo-Aktie stieg im Tagesverlauf um bis zu sieben Prozent.
Valeo kränkelt seit Jahren: Bei der Hauptversammlung am 24. Mai steht der Vertrag von Vorstandschef Thierry Morin zur Verlängerung an. Foto: PR

Valeo kränkelt seit Jahren: Bei der Hauptversammlung am 24. Mai steht der Vertrag von Vorstandschef Thierry Morin zur Verlängerung an. Foto: PR

DÜSSELDORF. Für den französischen Autozulieferer Valeo ist der Auftritt des amerikanischen Investors Apollo die Zuspitzung eines bereits seit Wochen andauernden Konflikts mit Großaktionären: Im Januar kaufte sich der als „Geier-Fonds“ bekannte Investor Pardus mit 5,2 Prozent bei Valeo ein. Wenig später legte ein internationales Konsortium um den umstrittenen US-Investor Guy Wyser-Pratte nach und erwarb 2,6 Prozent an Valeo. In dieser Woche gab Pardus bekannt, nun schon zwölf Prozent an Valeo zu halten.

Die beiden Großaktionäre verfolgen völlig unterschiedliche Ziele. Pardus will, dass Valeo den US-Autozulieferer Visteon kauft. Pardus hält 17,2 Prozent am angeschlagenen US-Konzern und hofft, durch Fusion der beiden Unternehmen den Wert seiner Aktienpakete zu steigern.

Valeo lehnt die Einmischung sowohl des einen als auch des anderen Investors in seine Geschäfte ab. „Wir halten einen Kauf von Visteon für zu risikoreich, aber wir behalten uns gezielte Investitionen vor“, sagt eine Sprecherin des Konzerns. Zu einer eventuellen Übernahme durch den US-Fonds Apollo äußerte sie sich nicht. Auch ein Apollo-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Analysten halten eine Übernahme für logisch. „Valeo ist der klassische Kandidat für ein Leveraged Buy-Out (LBO)“, also eine kreditfinanzierte Übernahme, sagt Jens Schattner von der Investmentbank Dresdner Kleinwort. Der französische Zulieferer habe relativ viele Sparten und einen stabilen Cash Flow. Ein LBO-Spezialist wie Apollo könne leicht das Fremdkapital erhöhen, die schlecht laufenden Sparten veräußern und den Unternehmenswert deutlich steigern.

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