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Freier Autohandel Bald fahren Neuwagen auf Kubas Straßen

Dieser Freitag ist ein historischer Tag in Kuba: Dann dürfen nach einem jahrzehntelangen Verbot wieder Neuwagen importiert werden. Bislang war dafür eine spezielle Erlaubnis der Behörden notwendig.
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Eine vielbefahrene Straße in Havanna: Schon bald könnten die Automodelle dort ganz anders aussehen. Quelle: dpa

Eine vielbefahrene Straße in Havanna: Schon bald könnten die Automodelle dort ganz anders aussehen.

(Foto: dpa)

Havanna Nach jahrzehntelangem Verbot erlaubt Kuba von diesem Freitag an den Import von Neuwagen. Wie die sozialistische Regierung am Mittwoch (Ortszeit) ankündigte, treten dann neue Regeln für die freie Einfuhr und den Kleinhandel von Neu- und Gebrauchtwagen in Kraft. Kuba hatte das Verbot im Dezember aufgehoben.

Importierte Autos können nun zu Marktpreisen und ohne Sondergenehmigung erworben werden. Bislang benötigten Kubaner oder auf der Insel lebende Ausländer eine spezielle Erlaubnis der Behörden. Für diese Genehmigungen hatte sich in den vergangenen Jahren ein blühender Schwarzmarkt entwickelt. Die Regierung vergab sie oft an Regierungsbeamte oder Ärzte.

Kuba hatte kurz nach der Revolution von 1959 den freien Autohandel weitgehend verboten. Seit Oktober 2011 ist Privatpersonen der Handel mit Gebrauchtwagen wieder erlaubt. Zuvor galt das nur für Autos, die vor 1959 gebaut wurden. Kubas Hauptstadt Havanna ist bei Besuchern bekannt für ihr Straßenbild mit amerikanischen Oldtimern und alten Autos sowjetischer Bauart. Unter Präsident Raúl Castro (82) fuhr die Karibikinsel in den vergangenen Jahren einen vorsichtigen marktwirtschaftlichen Öffnungskurs.

  • dpa
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