Fresenius mit Rekordgewinn Die Dividende steigt und steigt

Das brummenden Generika-Geschäft in den USA hat dem Gesundheitskonzern Fresenius einen Rekordgewinn beschert. Die Aktionäre dürfen sich über die 23. Dividendenerhöhung in Folge freuen.
Update: 24.02.2016 - 08:28 Uhr
Der Gesundheitskonzern hat erneut einen Rekordgewinn eingefahren. Quelle: dpa
Fresenius-Zentrale

Der Gesundheitskonzern hat erneut einen Rekordgewinn eingefahren.

(Foto: dpa)

FrankfurtIm vergangenen Jahr verlieh Fresenius vor allem das brummende Geschäft mit Nachahmerpräparaten in den USA Rückenwind. Die Tochter Kabi, die unter anderem Infusionslösungen anbietet, profitierte dabei von neu eingeführten Medikamenten und Lieferengpässen bei der Konkurrenz. Im laufenden Jahr geht das Unternehmen in der Sparte allerdings lediglich von einem Betriebsgewinn (Ebit) auf Vorjahresniveau aus. Die Krankenhaustochter Helios, die durch die Übernahme von zahlreichen Häusern von Rhön-Klinikum gestärkt wurde, peilt dagegen steigende Gewinne an.

Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss von Fresenius kletterte 2015 um knapp ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit mehr als 220.000 Mitarbeitern profitierte dabei allerdings auch vom schwächeren Euro. Die Aktionäre dürfen sich auf die 23. Dividendenerhöhung in Folge freuen: Sie sollen 0,55 Euro je Aktie erhalten nach 0,44 Euro vor Jahresfrist.

2016 rechnet Schneider währungsbereinigt mit einem Anstieg des Gewinns von acht bis zwölf Prozent. Der Umsatz, der im vergangenen Jahr auf 28 Milliarden Euro kletterte, soll um sechs bis acht Prozent zulegen. 2019 peilt der Fresenius-Chef dann Erlöse von 36 bis 40 Milliarden Euro an. Große Übernahmen, wie sie der Konzern in den vergangenen Jahren regelmäßig stemmte, sind dabei noch nicht eingerechnet.

So verschachtelt sind die Dax-Konzerne
Platz 10: Daimler (327 voll konsolidierte Gesellschaften)
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Der Stuttgarter Automobilriese konzentriert sich seit einigen Jahren wieder voll auf das organische Wachstum in seinem Kerngeschäft mit hochwertigen Autos und Lkws. Die Zahl der konsolidierten Konzerngesellschaften ist in den letzten Jahren leicht geschrumpft.

Platz 9: RWE (341)
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Der Essener Energiekonzern, dem die Erträge aufgrund der Energiewende wegbrechen, sucht auf allen Ebenen nach Einsparpotenzial. Dabei hat man auch die gesellschaftsrechtliche Struktur entdeckt. Die Zahl der GmbHs und AGs im RWE-Reich soll deutlich sinken

Platz 8: Continental (344)
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Der Automobilzulieferer gehört mit 344 konsolidierten Firmen zwar noch zu den Top-10 der Dax-Konzerne, befindet sich aber bereits deutlich auf dem Weg zu übersichtlicheren Rechtsstrukturen. Seit 2010 ist der Konsolidierungskreis bereits um ein Fünftel geschrumpft.

Platz 7: Linde (535)
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Der erfolgreiche Industriegase-Konzern wirkt mit seiner rechtlichen Struktur relativ kleinteilig. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass viele seiner Onsite-Anlagen, die auf dem Gelände von Kunden laufen, als eigenständige Gesellschaften betrieben werden. Nicht zuletzt die Übernahme von Lincare in den USA hat dafür gesorgt, dass sich der Konsolidierungskreis in den letzten vier Jahren um rund ein Zehntel vergrößerte.

Platz 6: Thyssen-Krupp (546)
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Der Stahl- und Maschinenbaukonzern gehört gemessen an der Zahl der Einzelfirmen und auch in Relation zum Umsatz zu den komplexeren Firmen im Dax. Der Trend geht aber bereits deutlich in Richtung einfacherer Strukturen, bedingt auch durch Desinvestitionen. Vor vier Jahren hatte der Konzern noch 150 Firmen mehr konsolidiert.

Platz 5: Siemens (604)
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Auch Siemens gehört nach wie vor zu den relativ komplexen Großkonzernen, obwohl sich der Münchner Elektro-Riese in den letzten Jahren bereits verkleinert hat, etwa durch die Abspaltung von Osram. Angesichts von mehr als 600 Firmen im Konzern dürfte aber noch Spielraum zur Vereinfachung bestehen.

Platz 4: Heidelberg Cement (744)
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Deutschland größter Baustoffkonzern hat die Zahl seiner Konzerngesellschaften in den letzten Jahren bereits deutlich reduziert, bewegt sich mit 744 Einheiten aber immer noch in der Spitzengruppe. Die hohe Zahl ist dabei nicht untypisch für den Baustoffsektor; Konkurrenten wie Lafarge haben noch größere Konsolidierungskreise. Vor allem das Transportbeton-Geschäft wird über viele kleine lokale Gesellschaften betrieben.

Die ebenfalls im Leitindex Dax gelistete Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) erzielte 2015 das dritte Jahr in Folge weniger Gewinn. Der Überschuss fiel um zwei Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar. Verantwortlich für den Rückgang ist eine 250 Millionen Dollar schwere Vergleichszahlung, mit der das Unternehmen einen Streit mit Tausenden US-Klägern um zwei seiner Mittel aus der Welt schaffen will. FMC-Aktien gaben vorbörslich knapp ein Prozent nach.

2016 soll es für das Unternehmen, das seit langem die Kürzungen im US-Gesundheitssystem zu spüren bekommt, wieder bergauf gehen. Dann soll der Umsatz währungsbereinigt um sieben bis zehn Prozent steigen und der bereinigte Gewinn um 15 bis 20 Prozent, wie FMC bekräftigte.

  • rtr
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