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Freudenberg zahlt Trelleborg aus Vibracoustic bläst Börsengang ab

Die Vorbereitungen für den Gang aufs Parkett liefen bereits – doch nun sagt der Autozulieferer Vibracoustic den geplanten Börsengang ab: Die Eigentümerkonzerne Trelleborg und Freudenberg haben sich geeinigt.
07.04.2016 - 15:33 Uhr
Der Familienkonzern Freudenberg setzt als künftiger Alleineigentümer auf größere Flexibilität in der Weiterentwicklung des Unternehmens. Quelle: obs
„Langfristiger Anker-Shareholder“

Der Familienkonzern Freudenberg setzt als künftiger Alleineigentümer auf größere Flexibilität in der Weiterentwicklung des Unternehmens.

(Foto: obs)

Frankfurt Der Darmstädter Autozulieferer Vibracoustic geht doch nicht an die Börse. Der ausstiegswillige schwedische Miteigentümer Trelleborg verkauft seinen 50-Prozent-Anteil stattdessen an den zweiten Gesellschafter, den Weinheimer Familienkonzern Freudenberg, wie dieser am Mittwoch mitteilte. Über den Kaufvertrag werde noch verhandelt. Trelleborg erklärte, dem Verkauf liege eine Bewertung von 1,8 Milliarden Euro für das gesamte Unternehmen zugrunde. Die Schweden erwarten daraus einen Gewinn von umgerechnet etwa 430 Millionen Euro.

Die gemeinsamen Vorbereitungen für einen Börsengang wurden bereits gestoppt. „Als alleiniger Eigentümer haben wir mehr Flexibilität, Vibracoustic strategisch und finanziell weiterzuentwickeln und zu unterstützen“, erklärte Freudenberg-Vorstandssprecher Mohsen Sohi. Freudenberg werde „langfristiger Anker-Shareholder“ von Vibracoustic bleiben, prüfe aber zugleich strategische Optionen „zur bestmöglichen Entwicklung des Unternehmens“, hieß es in der Mitteilung. Woran dabei gedacht sei, sagte eine Sprecherin nicht.

Trelleborg und Freudenberg hatten bereits Banken mit den Vorbereitungen für einen Börsengang beauftragt, nachdem die Schweden signalisiert hatten, sie wollten aussteigen. Angesichts der schwankenden Märkte, die Emissionen erschweren, hatte Trelleborg Finanzkreisen zufolge auch mit dem US-Finanzinvestor KKR über einen Verkauf seiner Anteile verhandelt. Doch wollte Freudenberg die Kontrolle über Vibracoustic nicht verlieren und der Tochter keine zusätzlichen Schulden aufladen.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

(Foto: Reuters)
Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

(Foto: AFP)
Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

(Foto: dpa)
Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Vibracoustic stellt unter anderen Lager, Federn und Dämpfer für Autos und Nutzfahrzeuge her. Das Unternehmen sieht sich als Weltmarktführer für Schwingungstechnik. Freudenberg und der schwedische Kautschuk- und Kunststoff-Konzern Trelleborg hatten in dem Gemeinschaftsunternehmen Mitte 2012 ihr Geschäft in dem Bereich zusammengelegt. 2015 erwirtschaftete Vibracoustic mit mehr als 9300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,94 (2014: 1,78) Milliarden Euro.

  • rtr
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