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Führungs- und Vertrauenskrise Bayer plant außerordentliche Aufsichtsratssitzung „in zwei bis drei Wochen“

Der Chemie- und Pharmakonzern steckt nach der Hauptversammlung in einer Führungs- und Vertrauenskrise. Ein Aufsichtsratsmitglied sagt: „Ein Weiter-so kann es nicht geben.“
Update: 01.05.2019 - 10:47 Uhr 1 Kommentar
Die Bayer-Hauptversammlung verlief turbulent. Quelle: AP
Vorstandschef Baumann und Chefaufseher Wenning (r.)

Die Bayer-Hauptversammlung verlief turbulent.

(Foto: AP)

Düsseldorf Nach der desaströsen Hauptversammlung und der Nichtentlastung des Vorstands am Freitag vergangener Woche plant Bayer eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung „in zwei bis drei Wochen“. Dies erfuhr die „Wirtschaftswoche“ aus dem Aufsichtsrat.

Dabei soll es darum gehen, wie Bayer der Führungs- und Vertrauenskrise Herr werden kann. „Ein Weiter-so kann es nicht geben“, erklärt ein Kontrolleur gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

Der Aufsichtsrat werde sich in den kommenden Wochen „weiter intensiv mit den Ergebnissen und Diskussionen während der Hauptversammlung beschäftigen“, sagte Bayer dazu bereits kurz nach der Hauptversammlung.

Aufsichtsratschef Werner Wenning ließ während der Hauptversammlung bereits durchblicken, nach einer weiteren Verstärkung für den Aufsichtsrat im Agrargeschäft (Crop Science) zu suchen. Die Bedeutung des Agrargeschäfts ist für Bayer nach der Übernahme von Monsanto stark gestiegen.

Die Aktionäre hatten der Führung vergangene Woche einen historischen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand nicht entlastet. Werner Baumann ist damit der erste amtierende Vorstandschef eines Dax-Konzerns, dem die Anteilseigner das Vertrauen entzogen haben.

Sie kritisieren vor allem die teure Übernahme des US-Rivalen Monsanto, der das umstrittene Pflanzengift Glyphosat herstellt. Seit dem Kauf im vergangenen Sommer hat Bayer gut 38 Milliarden Euro an Börsenwert verloren, in den USA sehen sich die Leverkusener mit etwa 13.400 Klagen wegen einer angeblich krebserregenden Wirkung von Glyphosat konfrontiert. Die US-Umweltbehörde EPA stufte Glyphosat am Dienstag erneut als nicht krebserregend ein.

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1 Kommentar zu "Führungs- und Vertrauenskrise: Bayer plant außerordentliche Aufsichtsratssitzung „in zwei bis drei Wochen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Aussitzen wäre das Lieblingswort von Vorständen und Aufsichtsräten.

    Funktioniert, hoffentlich, nicht mehr, dank der Überwachung durch die Kleinaktionäre und deren Vereinigungen. BRAVO!!

    Schaut den selbsternannten Eliten auf die Finger. Viele sind nur hochgespülte Nieten.
    In den USA wollen die NIEMAND!!!

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