Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Fusion mit Fiat Avio für MTU vorstellbar Milliardenpoker um Triebwerkshersteller MTU

Der zum Verkauf stehende Triebwerkshersteller MTU würde nach eigener Einschätzung gut mit Fiat Avio zusammenpassen. „Wir haben immer betont, dass wir uns eine engere Zusammenarbeit mit den Italienern gut vorstellen können“, sagte ein MTU-Sprecher am Freitag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Fiat hatte in dieser Woche den Verkauf seiner Luftfahrttochter an die Beteiligungsgesellschaft Carlyle und die italienische Finmeccanica abgeschlossen. Carlyle hat auch Interesse an einem Kauf von MTU.

Daimler-Chrysler will sich schon seit längerem von seiner Tochter MTU trennen. Laut Informationen aus Finanzkreisen gibt es eine Handvoll ernsthafter Interessenten, die bereits die Bücher prüfen. Der Kaufpreis könnte bei etwa 1,5 Mrd. € liegen. Carlyle-Generaldirektor Edoardo Lanzavecchia bestätigte bereits Gespräche mit DaimlerChrysler über eine Übernahme. Diese stünden aber noch am Anfang.

MTU arbeitet bereits jetzt mit Fiat Avio eng zusammen. Daher würde eine Fusion nach Einschätzung von Beobachtern Sinn machen. Allerdings ist ein Verkauf nicht einfach, da DaimlerChrysler für einen Besitzerwechsel die Zustimmung von anderen Kooperationspartnern wie Pratt & Whitney und vermutlich auch General Electric benötigt. Ob die Konkurrenten einem möglichen Verkauf an Carlyle zustimmen, müsse abgewartet werden, hieß es.

Das große Interesse von US-Beteiligungsgesellschaften an MTU zeigt nach Einschätzung von Branchenexperten, dass ein Ende der Krise in der Luftfahrt-Industrie in Sicht sein könnte. MTU musste im vergangenen Jahr nach fünf Rekordjahren in Folge einen Umsatzrückgang um elf Prozent auf 2,2 Mrd. € hinnehmen. Um sich schlanker aufzustellen, kündigte MTU vor einigen Wochen den Abbau von rund 350 Arbeitsplätzen an.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite