Fusion von Glencore und Xstrata Katar will den Preis nach oben treiben

Der Golfstaat Katar lässt sich nicht umstimmen: Der Xstrata-Großaktionär hält das Angebot von Glencore über 30 Milliarden Dollar nach wie vor für zu gering. Dem Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten droht damit das Aus.
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Der Golfstaat Katar, der 12 Prozent am Bergbaukonzern Xstrata hält, will die Fusion mit Glencore möglicherweise verhindern. Quelle: dpa

Der Golfstaat Katar, der 12 Prozent am Bergbaukonzern Xstrata hält, will die Fusion mit Glencore möglicherweise verhindern.

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London.Rund eine Woche vor der Aktionärsabstimmung über den Zusammenschluss der Rohstoffriesen Xstrata und Glencore hat Großaktionär Katar Widerstand angekündigt. Der Staatsfonds Katar Holding teilte am Donnerstag mit, gegen das vorliegende Kaufgebot von Glencore für den Bergbaukonzern Xstrata im Volumen von 30 Milliarden Dollar zu votieren. Allerdings ließ der Investor noch die Tür für ein Gelingen offen. Im Grundsatz sei man nicht gegen das Geschäft, doch der Preis sei zu gering, teilte Katar Holding mit.

Auf Basis der vorliegenden Offerte sollen 2,8 neue Glencore-Aktien für je eine existierende Xstrata-Aktie gezahlt werden. Katar werde daher bei der außerordentlichen Xstrata-Hauptversammlung am 7. September gegen das vorliegende Angebot stimmen, teilte der Fonds mit. Katar Holding hält zwölf Prozent an Xstrata und ist damit nach Glencore zweitgrößter Aktionär.

Der Fonds hat sich bislang in der Angelegenheit erst einmal öffentlich zu Wort gemeldet: im Juni. Damals stellte Katar Holdings Preisnachforderungen. Der Fonds hatte damals 3,25 neue Glencore-Aktien je Xsrata-Aktie genannt.

Die Fusion zwischen dem Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbaukonzern wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm.

Ranking der Rohstoff-Riesen
huGO-BildID: 15757866 An undated handout photograph shows coal from the Anglo American Plc Paso Diablo mine being loaded onto a barge on Lake Maracai
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Platz 5: Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern erreicht einen Börsenwert von 45,4 Milliarden Dollar. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg, Stand 10. Januar 2013

File photo shows a train carrying copper cathodes from a foundry towards a port at Chuquicamata open pit copper mine
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Das Unternehmen wurde 1917 von Ernest Oppenheimer in Südafrika gegründet. Damals stand die Ausbeutung der Goldvorkommen im Vordergrund. Heute fördert und verarbeitet der Konzern neben Edelmetallen und Diamanten auch Industriemetalle wie Kupfer.

huGO-BildID: 7064233 A road train of ore from Xstrata Plc's Cloncurry mine drives past a sign welcoming visitors to the mining town of Mt. Isa, Austr
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Platz 4: Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hat an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt mehr als 34 Prozent an Xstrata.

File photo of Swiss commodities trader Glencore's logo in front of its headquarters in Baar
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Die Fusion der Häuser mit Hauptsitz im Schweizer Ort Zug war lange ins Stocken geraten. Der Staatsfonds von Katar schoss als Xstrata-Großaktionär dazwischen und verlangte mehr Geld. Nach zähen Verhandlungen einigten sich die Streithähne auf eine höhere Abfindung für die Aktionäre. Glencore zahlt den Xstrata-Aktionären eigene Aktien im Verhältnis 3,05 zu 1 zum Tausch. Die Fusion ist damit mehr als 30 Milliarden Dollar schwer.

An overview of Ferro Carajas iron ore mine in the Carajas National Forest in Parauapebas
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Platz 3: Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

To match Interview VALE-INDONESIA/
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Lange war der 1942 gegründet Rohstoff-Gigant ein staatlicher Betrieb, wurde dann aber privatisiert. Mit der Übernahme brasilianischer und kanadischer Konkurrenten stieg der Konzern zum weltgrößten Eisenerz-Förderer auf und expandierte weltweit, etwa nach Indonesien. Das Unternehmen verarbeitet den Grundstoff auch zu Rohstahl weiter.

File photo of remotely controlled tipper trucks operating at a Rio Tinto iron ore mine in Western Australia
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Platz 2: Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden später selbst Ziel eines Übernahmeversuchs.

  • rtr
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