Fusion Zugallianz zwischen Siemens und Alstom verzögert sich offenbar

Bis Ende des laufenden Jahres sollte die Zugallianz zwischen Siemens und Alstom stehen. Nun kündigen die Franzosen eine Verzögerung an.
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Die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom dauert wohl länger. Quelle: AP
Alstom

Die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom dauert wohl länger.

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ParisDie geplante Zug-Allianz zwischen Siemens und dem französischen Wettbewerber Alstom könnte sich um mehrere Monate verzögern. Wegen erweiterter Vorbereitungen für den kartellrechtlichen Antragsprozess sowie Datenerfassungen in vielen Ländern sei ein Abschluss der Transaktion erst im ersten Halbjahr 2019 nicht auszuschließen, teilte Alstom am Freitag in Paris mit. Ursprünglich sollte der Deal zum Ende des Kalenderjahres 2018 abgeschlossen werden.

Wie Alstom weiter mitteilte, haben beide Unternehmen an diesem Freitag den Antrag auf wettbewerbsrechtliche Prüfung des geplanten Zusammenschlusses bei der Europäischen Kommission eingereicht. Neben der EU-Genehmigung steht noch die Zustimmung der Alstom-Aktionäre aus. Die Abstimmung darüber ist für den 17. Juli geplant.

„Wir kennen die Verlautbarung von Alstom und widersprechen ihr nicht“, sagte ein Siemens-Sprecher am Freitagabend. Er bestätigte die gemeinsame Antragstellung bei der EU und versicherte, man stehe in „konstruktivem und vertrauensvollem Dialog“ mit den Behörden.

Siemens hatte die Zusammenlegung seiner Zugsparte mit der französischen Konkurrenz im vergangenen Herbst angekündigt. Siemens und Alstom wollen mit der Fusion vor allem der neuen starken Konkurrenz aus China Paroli bieten.

Bereits seit einigen Jahren mischt der Zug-Riese CRRC aus China im weltweiten Wettlauf um Bahnaufträge kräftig mit. Das Bahngeschäft ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum chinesischen Staatsziel, bis 2025 in allen Schlüsseltechnologien zum Westen aufzuschließen.

Der Hersteller aus dem Reich der Mitte ist alleine etwa doppelt so groß wie das neue kombinierte Unternehmen Siemens/Alstom, das auf rund 15 Milliarden Euro Umsatz, Aufträge von 61 Milliarden Euro und 62.300 Beschäftigte kommt. Für ihre Fusionspläne hatten Alstom und Siemens aus Berlin und Paris Rückendeckung bekommen.

  • dpa
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