Gabelstapler-Hersteller Kion peilt die Weltspitze an

Der Gabelstapler-Hersteller Kion hat sich für die kommenden Jahre einem rasanten Wachstumskurs verschrieben. Der Staplerbauer will bis 2014 den Umsatz auf Rekordniveau hieven und Toyota als Branchenprimus ablösen. Der Weg an die Börse wird damit frei.
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Kion Chef Gordon Riske: Ziel ist die Weltspitze. Quelle: dpa

Kion Chef Gordon Riske: Ziel ist die Weltspitze.

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WIESBADEN. Der Gabelstapler-Hersteller Kion hat sich für die kommenden Jahre einen rasanten Wachstumskurs verschrieben. „Ziel ist es, die Nummer eins der Branche zu werden“, sagte Konzernchef Gordon Riske dem Handelsblatt. Bislang nimmt diese Position der japanische Toyota-Konzern ein. Der Abstand der Kion-Gruppe, die Gabelstapler unter den Marken Linde, Still, OM und Baoli anbietet, sei mit rund zehn Prozent beim Umsatz nicht mehr sehr groß.

Wachstumspotenziale sieht Riske vor allem in Schwellenländern. Europa erholt sich zwar und auch für den bislang schwachen US-Markt erwartet der Manager eine Verbesserung. Aber die Zuwachsraten in China und Brasilien sind deutlich größer als in den Industrieländern. China habe sich bereits nach Deutschland und Frankreich zum drittwichtigsten Absatzmarkt für Kion entwickelt, sagte Riske.

Um diese Position auszubauen, will das Unternehmen stärker in China und Brasilien investieren. Alleine schon um Währungsrisiken zu minimieren, soll die lokale Produktion ausgebaut werden, sagte Riske. Zur Expansion in den USA, wo Kion nur auf einen Marktanteil von zwei Prozent kommt, hält er eine Akquisition für möglich.

Die Folgen der Krise ausbügeln

In der Krise hatte Kion wie seine Wettbewerber Federn lassen müssen, branchenweit fiel der Auftragseingang um rund die Hälfte. Die Kunden aus dem Logistikgeschäft reagierten damit auf das ihrerseits schlecht laufende Geschäft. Infolge der Flaute schrumpfte der Umsatz von Kion im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel auf rund 3,1 Mrd. Euro; für das laufenden Jahr rechnet Riske mit einer Erholung auf mehr als 3,2 Mrd. Euro.

Mittelfristig will der aus Detroit stammende Manager die Folgen der Krise ausbügeln. „Bis 2014 wollen wir den Umsatz auf rund fünf Milliarden Euro steigern“, sagte er. Kion, früher Teil des Linde-Konzerns und seit 2006 im Besitz der Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs, werde dabei schneller als der Markt wachsen.

Zugleich will der Konzern seine Rentabilität erhöhen. Die noch im Boomjahr 2008 erreichte Ebita-Marge (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwert-Abschreibungen) von acht Prozent soll bis zum Jahr 2013 auf zehn Prozent steigen.

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