Gaborone statt London De Beers verlagert Rohdiamantenhandel

Für knapp 400 Millionen Euro jährlich verkauft der Diamantenkonzern De Beers bisher Ware aus Botsuana. Künftig solle die Steine auch dort sortiert und gehandelt werden - und De Beers seinen Monopolstatus verlieren.
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Im Geschäft mit Diamanten gilt De Beers mit Sitz in Johannesburg und London als Weltmarktführer. Quelle: ap

Im Geschäft mit Diamanten gilt De Beers mit Sitz in Johannesburg und London als Weltmarktführer.

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GaboroneDer Diamantenproduzent De Beers verlegt Teile seines Geschäfts nach Botsuana. Ab Ende 2013 würden Rohdiamanten in Botsuanas Hauptstadt Gaborone sortiert und gehandelt und nicht mehr in London, teilte Botsuanas Regierung am Montag mit. Ein entsprechendes zehnjähriges Abkommen sei am Freitag unterzeichnet worden.

In Botsuana werden seit Anfang der 70er Jahre Diamanten gefördert. Zuständig ist das Unternehmen Debswana, ein Gemeinschaftsunternehmen des Staates und De Beers'. Bislang verkauft das Land die Edelsteine ausschließlich an De Beers, künftig wird Botsuana zehn Prozent der Diamanten auch anderweitig anbieten. Minenminister Ponatshego Kedikilwe sagte, Ziel der Regierung sei es bereits seit langem, Diamanten nicht nur zu fördern, sondern auch im Land zu bearbeiten, zu vermarkten und zu verkaufen.

Derzeit verkauft De Beers Rohdiamanten aus Botsuana im Wert von jährlich 550 Millionen Dollar (knapp 400 Millionen Euro).

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