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Gebrauchtgeräte Gesundheit vom Recyclinghof

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Nachhaltigkeit gewinnt beim Kunden an Bedeutung, meint Siemens-Managerin Staudinger. Allererstes Kaufargument bleibe aber der Preisvorteil. Aufbereitete Geräte gibt Siemens zu einem Preis ab, der 15 bis 25 Prozent unter Neupreis liegt. Bei Geräten, deren Anschaffungskosten im sechs- und manchmal sogar siebenstelligen Euro-Bereich liegen, kann der Kunde mit den Second-Hand-Produkten also viel Geld sparen. Das machen sich Kliniken und Arztpraxen quer durch alle Länder zunutze, wobei die USA mit rund 40 Prozent Marktanteil der größte und auch am weitesten entwickelte Markt ist.

Auf Herstellerseite sieht Philips-Experte Jänichen einen weiteren Vorteil: „Im Recyclingprozess erhalten wir wichtige Daten, die zur Qualitätsverbesserungder Produkte beitragen können.“ Sorgsam werden die einzelnen Schritte wie die Reinigung, Demontage und Fehleranalyse der Röntgenstrahler überwacht. „Wenn die Mitarbeiter unsicher sind hinsichtlich der Qualität des Materials, entscheiden wir uns grundsätzlich gegen eine Wiederverwendung“, betont Jänichen.

Viele Anbieter geben deutlich weniger oder keine Gewährleistung

Auch GE, Weltmarktführer in der Bildgebung, ist im Retouren-Geschäft tätig und bietet den Kauf von gebrauchter Apparatur in drei Produktklassen an. Neben den Originalherstellern sind in diesem Markt viele andere Firmen tätig, die zum Teil aber deutlich weniger oder keine Gewährleistung für die Produkte geben. In den USA hat sich daher der Verband IAMERS gegründet, dessen Mitglieder sich zur Einhaltung gewisser Qualitätsstandards verpflichtet haben.

Einen Unterschied zwischen den Recyclingprozessen der Originalhersteller gibt es. Während Siemens und GE ihre Altgeräte über spezielle Geschäftssparten vertreiben, kann bei Philips grundsätzlich jeder Röntgenstrahler, der die Fertigung verlässt, aufbereitete Materialien enthalten. Laut Philips sind diese Geräte in der Anwendung gleichwertig zu Strahlern, bei denen nur Neuteile verbaut wurden. Sie laufen teilweise sogar schneller durch die Einfahrprozesse in der Fertigung. Die Recyclingmaterialien haben bereits „gelernt“, mit Vakuum und Hochspannung umzugehen. Philips-Manager Jänichen: „Das ist mit einem gut eingefahrenen Automotor zu vergleichen.“

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