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Gehalt Krise bei Daimler: Källenius bekommt weniger als Zetsche – Dividende wird gekürzt

Nach einem herben Gewinneinbruch muss sich das Management des Autobauers bescheiden. Auch die Aktionäre bekommen deutlich weniger Dividende.
21.02.2020 - 12:13 Uhr Kommentieren
Der aktuelle Daimler CEO-Källenius verdiente im vergangenen Jahr deutlich weniger als sein Vorgänger. Quelle: Reuters
Ola Källenius (l.) und Dieter Zetsche

Der aktuelle Daimler CEO-Källenius verdiente im vergangenen Jahr deutlich weniger als sein Vorgänger.

(Foto: Reuters)

München In Glanzzeiten war der Chefposten beim Autobauer Daimler fast zehn Millionen Euro jährlich wert. Doch der Mercedes-Hersteller befindet sich gerade in einer veritablen Krise – und die schlägt sich auch im Verdienst des seit Mai 2019 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Ola Källenius nieder.

Der Schwede erhielt im vergangenen Jahr ein Gehalt von 3,5 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht. Sein Vorgänger und Mentor Dieter Zetsche hatte im vergangenen Jahr noch fast sechs Millionen Euro erhalten.

Für seine letzten fünf Monate als CEO im Jahr 2019 erhielt Zetsche 3,8 Millionen Euro an Bezügen – und damit um 300.000 Euro mehr als Källenius für seine fünf Monate als Entwicklungsvorstand und sieben Monate als Vorstandschef bekommt.

Der gesamte Vorstand erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 23,1 Millionen Euro und damit fast genauso viel wie 2018, als die Bezüge in Summe bei 23,3 Millionen Euro lagen. Allerdings musste Daimler 2018 nur acht Vorstände bezahlen. 2019 waren es, bedingt durch den Abgang von Zetsche und dem langjährigen Finanzchef Bodo Uebber im Mai, insgesamt zehn Manager.

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    Rechnet man das fünfmonatige Gehalt von Zetsche und Uebber heraus, sind die Bezüge auf 17,5 Millionen Euro abgesackt. Daimler hatte internen Planungen zufolge für das Geschäftsjahr 2019 einen Betriebsgewinn von 13,5 Milliarden Euro angestrebt, tatsächlich erwirtschaften konnten die Stuttgarter aber nur 4,3 Milliarden Euro.

    Grafik

    Unter dem Strich ist das Ergebnis der Schwaben trotz eines leichten Umsatzanstiegs um fast zwei Drittel eingebrochen – auf 2,7 Milliarden Euro. Die Rendite des Konzerns sackte von 6,7 auf 2,5 Prozent ab. In der neu zusammengefassten Auto- und Transporter-Division Mercedes, die für weit mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes von 173 Milliarden Euro steht, ist die Marge auf 0,25 Prozent zurückgegangen.

    Zum Vergleich: Der Anspruch des Konzerns liegt eigentlich bei einer Rendite von mehr als acht Prozent. Eine ganze Reihe an Sondereffekten hat Daimler das Ergebnis verhagelt. Für Rückrufe und Geldbußen im Dieselskandal, Abschreibungen für die Einstellung der X-Klasse und Restrukturierungen beim Carsharing wurden insgesamt fast 6,7 Milliarden Euro fällig.

    Die Folge: Neben dem Vorstand müssen sich auch große Teile der restlichen Führungstruppe bescheiden. Die Manager-Boni bei Mercedes schrumpfen deutlich, nachdem die interne Zielerreichung der Pkw-Einheit im vergangenen Jahr von 59 auf 25 Prozent gesunken ist.

    Die Anteilseigner von Daimler erhalten ebenfalls weniger Geld. Die Dividende soll von 3,25 Euro auf 90 Cent je Aktie sinken. Die Prämie für die rund 130.000 nach Tarif beschäftigten Mitarbeiter in Deutschland schrumpft von rund 5000 auf 1100 Euro.

    Källenius will mit einem harten Sparprogramm die Ertragskraft des Auto- und Lastwagenherstellers wieder nachhaltig steigern. Allein beim Personal will er mehr als 1,4 Milliarden Euro einsparen und bis zu 15.000 Stellen weltweit streichen. Parallel dazu strafft er die zuletzt aufgeblähte Organisation, verkürzt Entscheidungswege und ordnet die Verantwortlichkeiten im Management neu.

    Ab April wird Källenius beispielsweise neben seiner Funktion als Daimler-CEO und Leiter des Autogeschäfts auch die oberste Verantwortung für die Vans übernehmen.

    Mehr: Ola Källenius versucht, Mercedes mit neuen Köpfen aus der Krise zu führen.

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