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General Electric Siemens-Rivale GE verringert Verlust – Mittelabfluss gestoppt

Mit einem drastischen Sparkus hat GE-Chef Larry Culp den Industriekonzern operativ wieder profitabel gemacht. Die Aktie legt nach den jüngsten Zahlen deutlich zu.
28.10.2020 - 12:47 Uhr Kommentieren
Der GE-Konzern wurde komplett umgebaut. Quelle: Reuters
General Electric

Der GE-Konzern wurde komplett umgebaut.

(Foto: Reuters)

München Drastische Einsparungen vor allem in der Flugzeug-Sparte zahlen sich beim US-Industriekonzern General Electric (GE) aus. Der Siemens-Rivale verringerte den Verlust im dritten Quartal auf 1,2 Milliarden Dollar, wie er am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor war wegen massiver Abschreibungen noch ein Minus von 9,5 Milliarden Dollar angefallen.

Zudem stoppte GE den Mittelabfluss: Von Juli bis September ergab sich ein Zufluss im Industriegeschäft (Free Cashflow) von 514 Millionen Dollar, während Analysten noch einen Abfluss von 876 Millionen Euro befürchtet hatten. Das trieb die gebeutelte GE-Aktie vorbörslich um bis zu 6,1 Prozent auf 7,52 Dollar nach oben.

Für das vierte Quartal rechnet der neue Vorstandschef Larry Culp sogar mit einem positiven Free Cashflow von mindestens 2,5 Milliarden Dollar. Das reicht aber noch nicht, um die Abflüsse aus dem ersten Halbjahr wettzumachen. 2021 soll der Free Cashflow insgesamt positiv ausfallen.

Der Umsatz brach im dritten Quartal um 17 Prozent auf 19,4 Milliarden Dollar ein - am stärksten betroffen war die Flugzeug-Sparte mit einem Minus von 39 Prozent. Auf die Sparte entfällt auch der Löwenanteil der zwei Milliarden Dollar, die GE durch Entlassungen und andere Maßnahmen einsparen will. Mehr als drei Viertel davon seien bereits umgesetzt.

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    Allein in der Flugzeug-Sparte muss ein Fünftel der Belegschaft gehen. GE liefert die Turbinen unter anderem für die Boeing 737 Max, die darum kämpft, nach zwei tödlichen Abstürzen wieder zugelassen zu werden.

    „Wir steuern durch ein immer noch schwieriges Umfeld und entwickeln uns dabei in allen Sparten operativ besser“, sagte Culp. Operativ schrieben alle Industriesparten im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen. Die Kraftwerks-Sparte legte beim Umsatz wieder leicht zu. Dort hatte GE im September den Ausstieg aus der Produktion von Kohlekraftwerken angekündigt. Das führte zu einer Abschreibung von rund 400 Millionen Dollar. 

    Mehr: GE liefert Megaturbine für den größten Windpark der Welt

    • rtr
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